2012-01-19 - Verstrahlter Wohnblock

Geschrieben von Bettina
Quelle: www.asienspiegel.ch

Ungefähr 10 Familien aus den japanischen Städten Minamisoma und Namie, welche teils in der Sperrzone um das AKW in Fukushima liegen, waren ab Juli letzten Jahres in Wohnungen eines Neubaus in der Stadt Nihonmatsu untergebracht worden und fanden dort eine neue Bleibe.

Nun stellte sich heraus, dass der Beton des Neubaus strahlt. Ironie des Schicksals?

Im Erdgeschoss wurde ein Wert von 1,24 Mikrosievert pro Stunde gemessen.

Im Fundament wurde radioaktives Cäsium entdeckt.

 

Es stellte sich heraus, dass Kies aus dem Steinbruch in der teilevakuierten Stadt Namie für den Beton des Neubaus verwendet worden war. Gerade dort wird die Strahlung als besonders hoch vermutet. Der Verkauf des Gesteins wurde vermutlich noch vor der Errichtung der Sperrzone getätigt.

 

Was jedoch noch viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass es sich um keinen Einzelfall handelt. Insgesamt 19 Unternehmen sollen den verstrahlten Kies gekauft haben.

 

Von einer Evakuierung des Wohnblocks wurde abgesehen, da die Behörden betonen, dass die gemessenen Werte nicht unmittelbar gesundheitsschädigend seien.

Der Schaden ist jedoch schon längst passiert.