Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Die Ursprünge der Geschichten sind obskur, erste schriftliche Fassungen datieren sich auf die Jahre 1603 und 1607, doch scheinen die Legenden das japanische Volk seit hunderten Jahren zu erschrecken. Heute gelten sie als Samurai-Geschichten und als warnende Worte von Sünde, Tod und Karma, dem Kult des Jizō und des Asama Bodhisattva.

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Carpe Noctem

 

Die Anthologie „Carpe Noctem“ steht ganz im Zeichen des Übernatürlichen. Vorhang auf für alles, was sich nicht Mensch nennt!

Inhalt

Auf 144 Seiten finden Einzelillustrationen, drei Kurzgeschichten und insgesamt acht Kurzmanga Platz.

Kurzmanga:


„Kaltes Blut“ von YoruKei & Makenshi:
Ich hörte Stimmen, sie sprachen von den Anderen, den Anderen und von Blut. Wer sind sie? Sie, die mich um den Verstand bringen …

„Erlösung“ von Firenza:
Ein junges Mädchen macht sich auf den Weg in den Wald. Sie will nur Pilze sammeln, verläuft sich aber und stößt auf ein verlassenes Haus. Ihre Neugierde treibt sie in das Gemäuer und sie findet dort ein seltsames Tagebuch …

„Sub Noctem“ von Safaia:
Wer ein Jäger ist, der hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen vor von Monstern jeder Art zu befreien. Die Dörfer sind dankbar, wenn ein Jäger die Aufgabe übernimmt, aber ihr Dank ist noch größer, wenn der Jäger nach getaner Arbeit schnell wieder verschwindet …

„Ice Princess“ von Shiroku:
Izumi wird wieder einmal die Winterferien bei ihrer Oma fernab von jeglicher Zivilisation verbringen. Davon ist das junge Mädchen natürlich alles andere begeistert. Inmitten von alldem Schnee trifft sie allerdings auf eine alte Freundin …

„Yumiko“ von Shiroku:
Wenn man schon über 2000 Jahre auf dieser Welt wandelt, dann hat man eine Menge erlebt. Vieles war schön, aber vieles auch qualvoll. So ist es nicht weiter verwunderlich, wenn man sich nach dem Ende sehnt …

„Ghostdress“ von CloudyKurei:
Happy Halloween! Adinas Schule macht an diesem Tag einen Klassenausflug. Alle Schüler sollen sich ein möglichst schauriges Kostüm basteln und dann geht es gesammelt ins nächste Dorf zur Jagd auf Süßigkeiten. Aber alles leichter gesagt als getan …

„Menschen…“ von pinkBanana:
Vampire leben zurückgezogen von den menschlichen Zivilisationen. Zumindest solange, bis der Durst sie in die Nähe der Menschen treibt. Dann ziehen einige Vampire der Gemeinde aus und machen Jagd auf Nahrung …

„Brautschau“ von Orange-Star:
Ken eröffnet seiner Schwester, dass er verliebt ist. Doch die anfängliche Freude verpufft schnell, als Ken anmerkt, dass er einen Jungen liebt. Seine Schwester will das nicht so leicht akzeptieren und macht sich auf die Suche nach einer Ehefrau für Ken …



Kurzgeschichten von Sawyer:

„Mafia“:
Sein Herz klopft ihm bis zum Hals. Diese Gestalten, die mit ihm im Raum sind und über ihre Geschäfte sprechen, als sei er gar nicht da, machen ihm Angst. Aber noch etwas macht ihm Angst: Nur er atmet …

„Des Nachts“:
Immer wieder wachte sie in der Nacht auf. Aber nie wusste sie warum. Waren es vielleicht die Zweige, die gegen die Fenster pochten? Störte sie einfach nur das Ticken der Uhr? Oder war da noch etwas anderes …?

„Tod in Paris“:
Die Dirne Oceane kann nicht nur hochrangige Adligen, sondern auch gottestreue Kirchenmänner als ihre Kunden benennen. Sie ist wahrlich beliebt bis zu dem Tag, an dem man ihre Leiche findet …


Illustrationen von: Firenza, Doenerella, isi-chan, aine55 und Tüt



Wie es oft bei solchen Anthologien ist, ist der Zeichenstil durchwachsen. Wo ein Zeichner eindeutig schon mehr Können besitzt, fehlt dem anderen noch die Übung.
An der obigen Auflistung kann man schon erkennen, dass sich die Geschichten nicht über allzu viele Seiten erstrecken, was schade ist, denn manche Erzählungen hätten wirklich Potenzial für ein längeres Werk gehabt. In Verbindung mit dem Übernatürlichen wird gerne die lateinische Sprache verwendet, so auch hier. „Carpe Noctem“ bedeutet ins Deutsche übersetzt: „Nutze die Nacht“. Zu „Sub Noctem“ würde man im Deutschen „nach Anbruch der Nacht“ sagen.

Autor:
Lektor: Daniela Würdig
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
21.02.2013
Experienze, YoruKei & Makenshi, Firenza, Doenerella


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