Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Die Ursprünge der Geschichten sind obskur, erste schriftliche Fassungen datieren sich auf die Jahre 1603 und 1607, doch scheinen die Legenden das japanische Volk seit hunderten Jahren zu erschrecken. Heute gelten sie als Samurai-Geschichten und als warnende Worte von Sünde, Tod und Karma, dem Kult des Jizō und des Asama Bodhisattva.

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Yellow

イエロー
 

Grün heißt „Gehen!“, rot heißt „Stehen!“ und gelb heißt „Gefahr!“ Geh, wenn du willst, aber sei dir der „Gefahr“ bewusst!

Inhalt

Was die „Gefahr“ betrifft sind sich die beiden 22-jährigen Diebe Go und Taki eigentlich nie einig, denn die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein.
Zum einen ist da Go, der mit seinem gefährlichen Leichtsinn des Öfteren über die Stränge schlägt. Und mehr als einmal vergisst er dabei, dass sein männlicher Partner alles andere als begeistert davon ist, denn dieser versucht Taki immer wieder zum gemeinsamen Sex zu bewegen.
Auf der anderen Seite scheint Taki mit seiner rabiaten Art immer wieder aufs Neue mit Gos Annäherungsversuchen klarkommen zu müssen, denn gemeinsam sind die beiden Diebe unschlagbar! Vorausgesetzt, sie liegen sich nicht wieder einmal wegen Gos Männer-, oder Takis Frauengeschichten in den Haaren.

Der schwule Go macht auch keinen Hehl daraus auf seinen maskulinen Mitbewohner und Partner zu stehen, was diesem jedoch nur noch mehr gegen den Strich geht. Doch ab und zu scheinen sie regelrecht zu harmonieren und das wirkt sich positiv auf ihre Arbeit aus. Ihr Auftraggeber, Tsunega, ist der unscheinbare Barbesitzer des Cafés "Roost", der den beiden verschlüsselte Passwörter mit ihrem bestellten Kaffee zukommen lässt. Die beiden sind dazu autorisiert Drogen, noch bevor die Polizei eine Razzia durchführen kann, zu stehlen und damit sicherstellen zu „dürfen“.
Die Bezahlung stimmt auch, nur kann ihr Beruf mitunter sehr gefährlich sein und damit ist nicht nur die komplizierte Beziehung der beiden gemeint. Denn wie es der Zufall so will legen sie sich nicht nur mit harmlosen Kleinganoven und Dealern an, sondern direkt mit der Yakuza, die gewöhnlich keine „halben Sachen“ machen. Als Taki in Gefahr gerät und droht von bezahlten Kidnappern vergewaltigt zu werden, kommt Go gerade noch rechtzeitig, um ihn zu retten. Doch wie lange kann Taki darüber wohl noch glücklich sein, angesichts der Tatsache, dass auch Go ihn lieber im Bett haben will?

Mit „Yellow“ erschien ein weiterer Shonen-Ai Manga auf dem deutschen Markt, der mit nur vier Bänden abgeschlossen ist. In Japan erschien er genau wie viele andere Manga des Genres beim Biblos Verlag, der unter anderem auch Serien wie „Wild Rock“, „Kizuna“ und „Fake“ veröffentlicht hat. Mit letztem Manga könnte man viele Parallelen ziehen, denn während es in „Yellow“ um zwei ausgemachte Schlitzohren geht, ging es in „Fake“ um zwei Polizisten, wobei auch hier der eine Teil des Duos jeweils homosexuell veranlagt und der andere zunächst ausschließlich heterosexuell eingestellt war.
Autor:
Lektor: Maike Reichel
Grafiker: Sylvia Einenkel
Veröffentlichung:
21.01.2010
EMA, Biblos / Enterbrain, Makoto Tateno


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