Made in Abyss Vol.1

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Bildcopyright: Kinema Citrus, Universum Anime, Masayuki Kojima, Kevin Penkin, Hideyuki Kurata

Ein kleines Mädchen und ein Roboter steigen in einen Abgrund, der verflucht ist und jeglichen Aufstieg zu einer Qual für Menschen macht. Klingt niedlich und sieht auch niedlich aus, ist aber trotzdem nichts für Kinderaugen!

Inhalt

Das 12-jährige Mädchen Riko lebt mit ihren Freunden in einem Waisenhaus im Dort Orth, wo viele Bewohner zu Höhlenforschern ausgebildet werden. Das hat auch seinen Grund, denn Orth liegt am Rande eines gigantischen Abgrunds, der „Abyss“ genannt wird. Dieses „schwarze Loch“ birgt viele Schätze und archäologisch wertvolle Gegenstände, aber auch gefährliche Kreaturen.
Eines Tages trifft Riko auf einer ihrer Streifzüge im Abgrund einen Roboter, den sie in ihr Zimmer schmuggelt. Dort bringt sie ihn wieder zum Laufen und gibt ihm den Namen Reg. Dieser hat überhaupt keine Erinnerungen, dafür aber ausfahrbare Arme und eine mysteriöse Fähigkeit: er kann eine gigantische Explosion verursachen, schläft kurz darauf aber ein. Die beiden freunden sich mit der Zeit immer mehr an.

 

Rikos Mutter war eine berühmte Forscherin, die jedoch eines Tages nicht von ihrem Streifzug zurückgekehrt ist. Als Riko eine Nachricht von ihr erhält, dass sie am Grund des Abyss auf sie warte, beschließt sie, fortzugehen und ihre Mutter zu finden. Reg begleitet und beschützt sie auf dem Weg, der viele Gefahren mit sich bringt. Denn auf dem Abgrund liegt ein Fluch: Je weiter man in die mindestens sieben Schichten hinabsteigt, desto schlimmer wird jeglicher Aufstieg für den menschlichen Körper. Diese Auswirkungen reichen von Übelkeit, über Halluzinationen, bis zum Verlust der Menschlichkeit und dem Tod. Doch dieses Risiko schreckt die beiden nicht ab und so beginnt der Abstieg…

Details

Der Anime „Made in Abyss“ basiert auf dem gleichnamigen Manga, der seit 2012 beim Verlag Takeshobo erscheint und bisher 7 Bände umfasst (Stand: Juli 2018). Im Jahre 2017 erschien die Serie vom 7. Juli bis zum 29. September auf dem japanischen Sender AT-X. Das Studio Kinema Citrus brachte auch andere bekannte Serien wie „Black Bullet“ und „Eureka Seven“ hervor.

 

Die Serie besticht vor allem durch seinen Kontrast zwischen niedlichen Gesichtern und Animationen und den brutalen, blutrünstigen Szenen, die sich zwischendurch abspielen. Riko ist als einfacher Mensch und Kind (!) vom Fluch betroffen, der jeden Aufstieg für sie zur Qual macht. Mehr werde ich nicht verraten, aber eins sollte gesagt sein: Wer einen sensiblen Magen hat, ist hier fehl am Platz. Trotzdem ist die Serie liebenswert, vor allem wegen der beiden Hauptcharaktere – Riko und Reg. Das mutige kleine Mädchen und der sympathische Roboter, der gerne von Riko geneckt wird.

 

Auch das Setting kann punkten: es ist außergewöhnlich, die sieben Ebenen erinnern entfernt an einen Dungeon, doch hier geht es nicht ums Monster besiegen, sondern darum, zu überleben. Die Kreaturen des Abyss haben kreative Formen und Farben. Der Anfang macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Man kann es kaum erwarten, zu sehen, wie es mit Riko und Reg weitergeht und ob sie wirklich den Grund erreichen werden!

Kinema Citrus, Universum Anime, Masayuki Kojima, Kevin Penkin, Hideyuki Kurata

Umsetzung


Durch den niedlichen Animationsstil und die fröhliche Musik, schließt man die Figuren aus „Made in Abyss“ gleich ins Herz. Diese runden Gesichter und die großen Augen muss man einfach lieb haben! Es gibt kein Ruckeln und keine Tonverzerrung, alles läuft flüssig und die Actionszenen sind spannend und nachvollziehbar. Man sollte nur wirklich nichts gegen brutale Szenarios haben und trotzdem dabei die niedlichen Gesichter und Dialoge genießen können.

 

Die deutsche Umsetzung ist wirklich gelungen: Rikos Stimme klingt mega niedlich und passt sehr gut zu ihr. Allgemein sind die Kinder alle sehr passend synchronisiert, Reg klingt zwar ein wenig nach einem Mädchen, doch das steigert den Niedlichkeitsfaktor nur noch! Die Untertitel sind keine Dubtitel, ein großer Pluspunkt und das Timing stimmt auch weitestgehend. Leider sind sie manchmal schwer zu lesen, da sie etwas verpixelt aussehen.

Packung

Der Presseversion lag leider keine Verpackung bei, doch auf der DVD selbst sind Riko und Reg zu sehen, wie sie gemeinsam versuchen, mit einem großen Kescher Vögel zu fangen.
 

Extras

Die erste Volume hat einige Extras auf Lager: Ein 17-minütiges Making of der Serie, ein 25-minütiges Special zur Premiere, jeweils mit deutschen Untertiteln. Außerdem noch Original-Trailer zu „Made in Abyss“ und TV-Werbespots. Was der Verpackung noch beiliegt, können wir nicht beurteilen, weil uns nur die DVD selbst vorliegt.

Fazit!

„Made in Abyss“ Volume eins ist eine gelungene deutsche Umsetzung mit nur wenigen Patzern und vielen Extras! Die Serie selbst ist unterhaltsam und sticht aus der Masse hervor, weshalb man sich auf jeden Fall auf Volume zwei freut! Doch nicht vergessen: Die süßen Gesichter trügen! Dieser Anime ist nicht geeignet für sensible Mägen! Es geht brutal und manchmal sogar sehr unappetitlich zu!

Inhalt
2
Bild
2
Ton
2
Synchronisation
4
Untertitel
4
DVD-Menü
4
Extras
6
Preis-/Leistungsverhältnis
4
Gesamt
4

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