Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Und auch dieses Jahr hat unsere Redaktion keine Mühen gescheut, euch ihre Highlights des ausklingenden Jahres 2018 zu präsentieren und damit dem einen oder anderen vielleicht einen Denkanstoß zu geben, was er seinen Liebsten zu Weihnachten unter den Baum legen könnte...!

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Kariyushi - Die Hawaii-Hemden Japans

 
Luftig, locker, bunt: Das Kariyushi aus der Präfektur Okinawa ist angenehm zu tragen und ein sympathischer Hingucker zugleich.
Das Kariyushi-Shirt ist ein luftig-lockeres, oft farbenfrohes Stoffhemd und hat seinen Ursprung in der Präfektur Okinawa, einer Inselgruppe im südlichsten Japan. Dort wurde es erstmals in den frühen Siebzigern von Hotelangestellten getragen, um Touristen anzuziehen. Ende der Siebziger nahm die Popularität von Kariyushi zu und in den Neunzigern entwickelte sich unter japanischen Geschäftsleuten ein zunehmender Trend, Kariyushi zum „casual Friday“ zu tragen. Beim „casual Friday“ sehen viele Unternehmen von der strengen Kleiderordnung ab und gewähren ihren Mitarbeitern etwas lässigere Kleidung, um sich auf das nahende Wochenende einstimmen zu können.
Schließlich schaffte es diese Mode sogar in die Banken und die Politik. Als im Jahre 2005 die Cool Biz-Kampagne vom japanischen Umweltministerium zur Energieeinsparung in den heißen Sommermonaten ins Leben gerufen wurde, erwiesen sich Kariyushi ebenfalls als gern gesehene Alternative zu Anzug und Krawatte.


„Kariyushi“ bedeutet übersetzt übrigens so viel wie „Fröhlichkeit“ oder auch „verheißungsvoll“. Der Name kam dadurch zustande, dass das Tragen eines solchen Kleidungsstücks dem Träger Glück bringen möge.

Das farbenfrohe Kariyushi erinnert stark an ein Hawaiihemd: Es ist weit geschnitten und nicht allzu lang, sodass man es locker über der Hose tragen kann. Die Ärmel sind meistens kurz, wie bei einem klassischen T-Shirt. Bei der Knopfleiste gibt es jedoch unterschiedliche Variationen: Manche Hemden haben eine vollständig durchgehende Leiste, manche wiederum hören im Brustbereich auf. Die meisten Kariyushi verfügen über eine linke Brusttasche, bei deren Einarbeitung darauf geachtet wird, dass ihr Muster das Muster des übrigen Hemdes fortführt. Für das Muster werden sehr gerne Motive von Bittermelonen, Hirami-Zitronen oder Drachenbooten verwendet – Dinge, die für Okinawa typisch sind. Aber auch Gräser, Blätter, Blumen und Vögel können als Aufdruck dienen. Es gibt auch Kariyushi mit eher schlicht gehaltenen, neutralen Mustern sowie einfarbige Exemplare.


Fazit: Aufgrund seiner einfachen Art und des ansprechenden Äußeren eignet sich das Kariyushi ideal für das tropische Klima auf Okinawa sowie dem übrigen Japan. Und obwohl es alltagstauglicher als ein Yukata ist, gibt es das Hemd in ebenso umfangreicher Farb- und Mustervielfalt.
Aufmacher: Denise Augustin
Autor: Kathia Krüss
Lektor: Daniela Würdig
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 16.07.2013
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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