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Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Nisekoi

ニセコイ
 

Romeo und Julia konnten trotz ihrer Liebe zueinander nicht zusammen sein, allein, weil ihre Familien dagegen waren. Doch Raku und Chitoge haben ein ganz anderes Problem. Sie müssen zusammen sein, weil ihre Familien das wollen, doch sie selbst können sich eigentlich nicht leiden. Bei einer Trennung droht ihnen jedoch ein Bandenkrieg...

Inhalt

Eltern wünschen sich meist, dass ihre Kinder nach ihnen kommen, doch im Fall von Raku kann sein Vater wohl lange auf die Erfüllung dieses Wunsches warten. Denn auch wenn dieser als Sohn eines Yakuzas zusammen mit der ganzen „Familie“ aufgewachsen ist, hält er nicht besonders viel von dem Geschäft. Eher im Gegenteil – er kümmert sich zwar gern um die Jungs, strebt jedoch selbst eine Karriere als Beamter an, der seinen Weg auf einem ehrlichen Pfad wandelt. Dafür lernt er fleißig und versucht auf eine gute Uni zu kommen.
Grund dafür könnte unter anderem seine Familie sein, die sich rührend um Junior kümmert, aber gerade bei Auftritten an seiner Schule dafür sorgt, dass er eben auch auffällt. Und da das bei Drohungen der Yakuza meist nicht unbedingt positiv ausfällt, war er während seiner Schulzeit recht einsam. Nun hat er es endlich geschafft, in seiner neuen Schule ein wenig unauffälliger zu sein. Doch dies soll sich schon bald ändern.

Sein Unglück kommt in Form einer blonden Schönheit, die Chitoge heißt und zur Begrüßung nach einem herzhaften Sprung über eine Mauer genau auf ihm landet und dann einfach wieder verschwindet. Genervt von der Begegnung ist Raku auch nicht besonders erfreut, dass er sie als seine neue Klassenkameradin wiedersieht. Dank des überschwänglichen Temperaments der beiden und einiger Beleidigungen ist schnell klar – die beiden mögen sich nicht wirklich. Eine Sache geht ihm jedoch nicht aus dem Kopf. Ihr Geruch kam ihm sehr bekannt vor.

Während er noch darüber nachdenkt, bemerkt er, dass die Bandenkriege in ihrem Einzugsgebiet in letzter Zeit sehr zugenommen haben. Doch diese beiden Dinge hängen mehr miteinander zusammen, als er anfangs denkt. Denn als er an diesem Abend nach Hause kommt, hat sein Vater eine besondere Überraschung für ihn – eine Verlobte. Und nicht irgendeine, sondern die Tochter eines Mafiabosses, mit dem er eigentlich befreundet ist, dessen Leute sich jedoch momentan mit den ihren bekriegen. Da die Bosse natürlich nicht „weich“ wirken dürfen, bleibt ihnen als einzige Hoffnung auf ein friedliches Miteinander eine Beziehung ihrer Kinder, wenn auch nur zum Schein. Und natürlich ist das Mädchen, dass nach Schießpulver duftete, Chitoge. Dank der Spannungen zwischen den beiden Familien können sie sich nicht gegen ihr Schicksal wehren, jedoch ist es schwer Gefühle vorzutäuschen. Vor allem, da Raku noch ein altes Hochzeitsversprechen offen hat und darüber hinaus eigentlich in ein anderes Mädchen verliebt ist, das mit Chitoge nicht zu vergleichen ist.

Details

„Nisekoi – Liebe, Lügen und Yakuza“ ist zwar eine Liebesgeschichte und sicherlich auch in das Thema „Harem“ einzuordnen, doch der Witz und die unmöglichen Situationen, in die die beiden Oberschüler oftmals ohne ihr eigenes Zutun geraten, machen die Serie leicht und unterhaltsam. Neben dem Manga wurde bei Kazé auch der gleichnamige Anime lizenziert. Gerade in Japan erfreute sich der Manga großer Beliebtheit und sicherte sich seinen Platz in dem berühmten Manga-Magazin „Weekly Shonen Jump“. Nisekoi bedeutet übersetzt übrigens etwa „Falsche Liebe“.
Autor:
Lektor: Kathrin Hommel
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
28.12.2015
Naoshi Komi, Shueisha, Kazé


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