Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Die kleine Okko erfährt den Verlust ihrer Eltern bereits sehr früh. Doch zum Glück erhält sie Unterstützung aus der Geisterwelt...!

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Ten Count

テンカウント (宝井理人)
 

Shirotani kann keine Menschen berühren, ohne Ekel zu empfinden. Bis jetzt ist er mit kleinen Tricks ganz gut durchs Leben gekommen. Doch plötzlich stößt er an seine Grenzen. Zum Glück ist Kurose zur Stelle, um ihm eine helfende Hand zu reichen.

Inhalt

Bakterien und Schmutz sind Shirotanis größte Feinde. Der junge Sekretär leidet unter einer psychischen Krankheit und kann ohne Handschuhe nicht aus dem Haus gehen. Auch sonst ist sein Alltag schwierig: Ständig muss er seine Hände waschen oder Gegenstände desinfizieren. Dinge anzunehmen, die ein anderer angefasst hat, ist für ihn kaum möglich – selbst mit Handschuhen.

Zum Glück hat Shirotani einen verständnisvollen Chef, der Rücksicht auf ihn nimmt. Als dieser jedoch fast von einem Lkw überfahren wird, kann sich Shirotani nicht rühren! Stattdessen kommt ein anderer Mann zur Hilfe. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um den Psychologen Kurose handelt, der mit Shirotanis Krankheitsbild vertraut ist. Er bietet dem jungen Mann an, ihm bei der Therapie seiner Krankheit zu helfen.

So treffen sich die beiden zunächst in einem Café und Shirotani bekommt den Auftrag, eine Liste mit den zehn schlimmsten Dingen aufzustellen. Diese soll er von nun an Schritt für Schritt abarbeiten. Der „Ten Count“ beginnt ...

Details

„Ten Count“ zählt sicher zu den besten Boys Love Mangas, die derzeit auf dem Markt sind. Das liegt nicht so sehr an einer außergewöhnlichen Storyline, sondern an dem hohen Einflühlungsvermögen, mit dem sich die Figuren begegnen. Besonders der erste Band legt sehr viel Wert darauf, es langsam angehen zu lassen. Damit gibt er den Figuren Zeit, ihr psychologisches Potential zu entfalten. Die hohe Spannung zwischen den beiden Hauptcharakteren wird durch das unterschwellige „Verbot“ erzeugt, Shirotani zu berühren. Dadurch ergeben sich einige Konfliktsituationen, in deren Nachgang das Vertrauensverhältnis immer wieder neu aufgebaut werden muss. Zeichnerisch kann Mangaka Rihito Takarai (Seven days) ebenfalls überzeugen. Ihre schlanken Figuren wirken sehr filigran und verletzlich, sodass man ihnen ein reiches Innenleben gut abkauft.
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
22.03.2016
Tokyopop, Shinshokan, Rihito Takarai


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