School Court

Geschrieben von Bettina
Bildcopyright: Takeshi Obata / Tokyopop / Shueisha

Kinder in einem Gerichtssaal? Und das nicht nur als Zeugen, sondern als Anwälte und Richter? Bei diesem neuen System, ganz normal. So sollen Mobbing und weitere schlimme Taten an Schulen verhindert werden.

Inhalt

Nachdem das Schulsystem durch körperliche Züchtigung und Mobbing drohte, zusammen zu brechen, führte die Regierung in allen Grund- und Mittelschulen ein neues System ein. Das sogenannten „Klassenversammlungssystem“ ist ein System für Kinder, von Kindern mit Kindern. Sprich: Auftretende Fälle, werden in einem Klassengerichtssaal von Kindern verhandelt. Um dort die Gerechtigkeit zu gewährleisten, gibt es die „Junior Law School“, in der Kinder zu Rechts- und Staatsanwälten ausgebildet werden. Sie absolvieren das juristische Staatsexamen für Kinder und werden dann in die jeweiligen Klassen geschickt, um dort Ankläger und Verteidiger für den jeweiligen Tatverdächtiger zu sein.
So geht es auch der Klasse 6-3 an der Tenbin-Grundschule, die nach einem Mord an einem Fisch, zwei neue Schüler bekommt. Die niedliche Staatsanwältin Pine Hazuki und den eher unsozialen Abaku Inugami. Beide Schüler sind nicht so wie, sie zunächst scheinen. Die angeblich so süße und engelsgleiche Pine, die auf Magical Girls steht, ist nämlich knallhart und berechnend und tut alles, um Inugami zu zeigen, wer hier der Experte ist und den Fall gewinnt. Abaku hingegen hat nur ein Hobby: Widerlegen. Darin ist er Weltmeister, was er auch sofort beim Wechsel in die neue Klasse demonstriert, in dem er der Lehrerin widerspricht und ihre Aussagen ohne große Probleme widerlegt. So macht er sich allerdings keine Freunde. Das stört Inugami nicht weiter. Er sammelt lediglich Beweise, um seinen Angeklagten zu entlasten und die wahre Geschichte hinter der Zerstückelung von Suzuki aufzudecken. Was ihm gelingt. Ganz zum Ärger von „Sailor Pine“, die ihre Niederlage nicht auf sich sitzen lassen kann. Daher verspricht sie beim nächsten Fall, in dem es um heimliche Aufnahmen eines hübschen Idols geht, den Täter im Namen der Staatsanwaltschaft zu finden.

Fazit!

Wer „Bakuman“ kennt, dem wird sofort auffallen, welcher Zeichner hier am Werk war. Denn der Stil ähnelt der Mangaserie. Und Takeshi Obata ist in Europa schließlich kein unbeschriebenes Blatt mehr.
Nobuaki Enoki, der für die Geschichte verantwortlich ist, ist dagegen ein Neuling im Mangagenre und „Gakkyu Hotei“ ist sein erstes offizielles Werk.
Die witzige und spannende Mangageschichte überzeugt vor allem mit seinen Charakteren, die so verrückt sind, dass man sie einfach lieb haben muss. Auch wenn manch einer wirklich gruslig aussehen kann.

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