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Die kleine Okko erfährt den Verlust ihrer Eltern bereits sehr früh. Doch zum Glück erhält sie Unterstützung aus der Geisterwelt...!

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Ghost in the Shell: S.A.C Vol. 1

Originaltitel: Kokaku Kidotai Stand Alone Complex (攻殻機動隊 STAND ALONE COMPLEX)
 
Die auf MTV ausgestrahlte Serie „Ghost in the Shell: Stand alone Complex" erfreute sich nicht nur bei hart gesottenen Animefans großer Beliebtheit. Panini Video veröffentlichte die 26-teilige Serie auf insgesamt acht DVDs. Im Review widmen wir uns ausführlich dem ersten Volumen mit den Episoden eins bis vier.
Inhalt Wir schreiben das Jahr 2030: Motoko Kusanagi, mehr Cyborg als Mensch, bildet gemeinsam mit ihren Kollegen die Eliteeinheit „Sektion 9" des japanischen Innenministeriums. Das größte Problem der hiesigen Welt ist die stetig fortschreitende Vernetzung und Vertechnisierung des Menschen, was zunehmend zu neuartigen Verbrechen führt. Sektion 9 bekommt es daher nicht nur mit kriminellen Hackern, sondern auch mit außer Kontrolle geratenen Panzern oder gefährlichen Computerviren zu tun.
Wenn Geisha-Roboter Diplomaten und Politiker als Geisel nehmen, ist Sektion 9 zur Stelle. Für Major Kusanagi und ihre Leute ist es zwar keine Schwierigkeit, den Geishas den Garaus zu machen, doch es scheint, als ob die Roboter von außerhalb gesteuert worden wären. Auch der mutwillige Steuermann kann schnell geschnappt werden, aber er hat seine Erinnerungen gelöscht: aus dem ist nichts mehr rauszuholen. Bei der Untersuchung des Tatortes bemerkt Togusa jedoch, dass etwas nicht stimmt: war etwa eine der Geiseln ein Mittäter?
Ein Panzer-Prototyp aus Harima macht sich urplötzlich selbstständig. Sektion 9 soll den Panzer aufhalten und herausfinden, wie das passieren konnte. Während Kusanagi mit ein paar Leuten dem anscheinend herrenlosen Panzer in eigenen Tachikoma-Minipanzern folgt, verhört Togusa einen ehemaligen Kollegen des Fahrzeugerbauers: dieser erzählt ihm vom letzten Willen des vergangener Woche verstorbenen Konstrukteurs...
Seit einiger Zeit begehen Androiden der „Jerry"-Serie auffällig oft Selbstmord. Steckt etwa ein Virus dahinter? Sektion 9 forscht nach und hat Glück: ein junger Diplomatensohn scheint den Virus in Gang gesetzt zu haben. Doch welche Motive stecken hinter seinem Vorgehen?
Ghost In The Shell: Stand Alone Complex - Vol. 1
Dt. Publisher:Panini
Erscheinungstermin:02.12.2005
Preis (Amazon):21,99 €
Synchronfassungen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Spiellänge:104 Minuten
FSK:Ab 16 Jahren
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Drama, Action, Science Fiction
ProduzentenProduction I.G.
AnimationsstudioProduction I.G.
Episoden:1 - 4 Episodentitel
Animexx:DVD-Eintrag

Details In der futuristischen Welt von Sektion 9 leben Androiden, Roboter & Co. neben technisch verbesserten Cybermenschen. Doch gerade dieser Fortschritt bringt auch neue Gefahren mit sich, so die Hauptaussage von „Ghost in the Shell: Stand alone Complex": Panzer laufen Dank „Gehirntransplantation" Amok und „Big Brother" goes Reality. Illegale Implantate machen es möglich. Den Film „Ghost in the Shell" aus dem Jahre 1995 lässt die Serie aus dem Hause Production I.G. hinter sich: aufgebaut wie ein Sci-Fi Krimi, löst Sektion 9 einen Fall nach dem anderen. Der Großteil der einzelnen Episoden behandelt dabei eine in sich abgeschlossene Handlung („stand alone episodes"), jedoch wird die gesamte Serie auch von sogenannten „complex episodes" durchzogen, die sich mit der Geschichte rund um den „Lachenden Mann" beschäftigen. Was jetzt simpel klingen mag, ist aber durchaus vielschichtig: alle Episoden haben einen relativ komplexen Handlungsstrang, der die Story immer vorantreibt und somit keine Langeweile zulässt. Action und Spannung werden in „Ghost in the Shell: Stand alone Complex" groß geschrieben.





Umsetzung Wie zu erwarten, ist die Qualität der Serie sehr gut: das gilt sowohl für das Bild als auch für den Ton. Die Bildschärfe ist ausgezeichnet, auch die Farben sind kontrastreich und ich konnte keine Bildfehler oder ähnliches erkennen. Der Ton aller drei Tonspuren ist gut abgemischt und ertönt klar aus den Boxen.
Synchronisationen sind zwei vorhanden: die Original-japanische und die Deutsche. Letztere kann mit den Synchronsprechern der Serie „Stargate" aufwarten, wie es bereits beim Film „Ghost in the Shell" der Fall war. Die Sprecher passen sehr gut zu ihren Rollen und können auch sprachlich überzeugen. Das gilt auch für sämtliche Nebenrollen. Für die japanische Version gilt dasselbe. Auch sie ist von sehr guter Qualität. Auffällig ist jedoch, dass in der deutschen Version leider auf die Verzerrung der Stimmen verzichtet wurde, wenn sich die Protagonisten über das Netz unterhalten. Die deutschen Untertitel sind weiß mit schwarzen Outlines, fehlerfrei und gut im Timing. Der Sinn des Gesprochenen wird stets wiedergegeben. Einzig störend für Fans mag sein, dass weder Opening noch Ending untertitelt wurden, weswegen ich in der Bewertung hierfür einen Punkt abziehen werde.
Menü Bevor es losgehen kann, müssen wir zuerst über eine Minute lang Labeltrailer, Raubokopie-, FSK-Warnung und ähnliches über uns ergehen lassen bis das 23-sekündige 3D-Intro beginnt und uns ins Hauptmenü führt. Dieses ist passend zur Serie animiert und nimmt das Schema der matrixähnlichen Schriftzeichen auf. Hinterlegt wurde es mit dem Titelsong. Hier kann man folgendes bedienen:
• Start: Episode eins startet, danach reihen sich ohne Unterbrechung die anderen Drei an.
• Episoden: Im Kapitelmenü kann man nicht nur jede Episode einzeln auswählen, sondern auch ihre einzelnen Teile: Opening, Teil A, Teil B, Ending und die Tachikoma-Miniepisode.
• Setup: im Sprachmenü stehen einem die deutsche Sprachversion in DTS oder 5.1 Format zu Verfügung und die japanische ebenfalls in 5.1. Auch die deutschen Untertitel können hier aktiviert oder abgeschaltet werden.
• Extras: Interviews, Panini Trailer



Verpackung Auf dem Cover blickt uns Major Kusanagi entgegen, die auf einem etwas lädierten Tachikoma ragt. Blau- und Grautöne dominieren auf dem düsteren Bild. Infos, genauer gesagt eine Inhaltsangabe, Screenshots und DVD-Daten befinden sich wie üblich auf der Rückseite.
Wenn wir die Standard-Amary-Hülle aufklappen, finden wir anstelle eines Booklets nur einen Werbe-Flyer für das „Ghost in the Shell: Stand alone Complex" Videogame und weitere Anime-DVDs von Panini. Durch die durchsichtige Hülle schimmern blaue Schriftzeichen, ein Bild, das ein wenig an „Matrix" erinnert.
Extras Auf der DVD finden wir noch als Bonus zwei Interviews, oder besser Monologe, denn der Interviewer meldet sich nie zu Wort und Panini-Trailer sind als Bonusmaterial mit dabei: Das erste Interview wurde mit dem Regisseur Kenji Kamiyama, u.a. Blood, Jin-Roh, geführt, der hauptsächlich über Produktionstechnisches zu berichten hat. In Interview Nummer zwei analysiert Atsuko Tanaka, die japanische Sprecherin von Kusanagi, ihre Figur und die Serie.

Fazit "Ghost in the Shell: Stand alone Complex" ist eine sehr gut gemachte Sci Fi Serie mit vielen Krimi- und Actionelementen. Komplexe Handlungsstränge und aufwendige Animationen zeichnen den Anime genauso aus wie ein hervorragender Soundtrack. Das Bonusmaterial ist trotz der beiden Interviews ein bisschen mager, vor allem ein Booklet geht mir ab. Die DVD-Umsetzung ist jedoch von der technischen Seite mehr als zufriedenstellend. Fans des Genres und des Filmes werden an der Serie ihren Gefallen finde. Wer die Serie bereits aus dem Fernsehen kennt, weiß, was ihn erwartet.
Inhalt
Inhalt
2

Bild
Bild
1

Ton
Ton
1

Synchronisation
Synchronisation
2

Gesamtnote


1.8
Untertitel
Untertitel
2

DVD-Menü
DVD-Menü
1.5

Extras
Extras
2

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: /  Yukii2
Lektor: Sabine Losert
Grafiker: Jörg Losert /  Yukii2
Datum d. Artikels: 24.08.2010
Bildcopyright: Production I.G., Panini Video


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