Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Vom 6. bis 8. September fand im Kongress Palais Kassel die größte ehrenamtlich organisierte Convention im deutschsprachigen Raum statt: Die Connichi ist ein jährliches Highlight für alle Freunde japanischer Popkultur.

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Cowboy Bebop Vol. 1

Originaltitel: カウボーイビバップ
 
Neues Kopfgeld in Sicht? Die zwei Bountyhunter Spike und Jet fliegen mit ihrem Spaceship Bebop durchs Weltall und verdienen sich mit der Jagd auf gesuchte Banditen ihr Geld. Neben Können gehört zu dem Job auch Glück, denn einmal sind die Gauner bereits tot, einmal wird das Kopfgeld zurückgezogen oder es kommt ihnen eine Frau zuvor! Wie auch immer, die Crew schlägt sich in „Cowboy Bebop Vol. 1“ mit den Folgen eins bis fünf durchs wilde Space Cowboy-Leben!
Inhalt Unser Planetensystem ist mittlerweile weitgehend besiedelt, Autos sind Raumschiffen gewichen, aber eines ist immer noch gleichgeblieben: Das Hühnchen schmeckt nach wie vor gut laut Spike. Momentan halten Spike und Jet Ausschau nach neuen Kopfgeldern und diese sind auch bereits in Sicht: Ein Mann namens Asimov Solensan hat seinen Kameraden umgelegt, Drogen namens Bloody Mary gestohlen und versucht diese nun zu verticken. Seine schwangere Freundin steht ihm bei der Flucht zur Seite, allerdings findet die Reise der beiden durch Spike ein vorläufiges Ende.
Etwas Entspannung vom anstrengenden Leben als Kopfgeldjäger suchen unsere Freunde in einer anderen Folge am Spieltisch eines Casinos. Jet und Spike haben eine Glückssträhne, bis Faye Valentine ihnen diese vermiest. Faye hat einen ganzen Batzen Schulden und muss nun zwangsweise für den Casinobesitzer arbeiten – nur eines hat der Millionär nicht bedacht: Faye ist gerissen und nach einer Schlägerei im Casino ergreift sie die Flucht und nimmt Spike ungewollt mit.

Nun steht die Bebop mit einer gefangenen Schuldnerin da, auf die ein hohes Kopfgeld ausgesetzt wurde. Das wird ein Leckerbissen für Spike und Jet, wenn Faye ihnen nicht zuvorkommen würde und sich buchstäblich vom Acker macht. Nun heißt es ihr hinterher! Jedoch sehen die zwei Faye schneller wieder, als ihnen lieb ist - genauso wie Umweltaktivisten. Diese haben einen Virus entwickelt, mit dem man Menschen zu Affen genetisch „umschreiben“ kann und sowohl Faye als auch Spike sind im Visier der Aktivisten bzw. Terroristen. Das heißt schwarz auf weiß, dass gerade rund 1000 Virustorpedos auf die beiden zurasen, kein schöner Ausklang des Tages…
Cowboy Bebop - Vol. 1
Dt. Publisher:Dynamic Visions
Erscheinungstermin:13.07.2003
Preis (Amazon):24,95 €
Synchronfassungen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Spiellänge:150 Minuten
FSK:Ab 16 Jahren
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Drama, Action, Science Fiction
ProduzentenBandai Visual
AnimationsstudioSunrise
Episoden:1 - 5 Episodentitel
Animexx:DVD-Eintrag

Details „Cowboy Bebop“ ist eine gelungene Mischung aus Action und Slapstick, gezuckert mit einer tiefgründigen Vergangenheit der Hauptcharaktere – ganz nach dem Geschmack des Regisseurs Shinichiro Watanabe (u. a. „Samurai Champloo“). Bisher besteht das Personal der Serie aus den Protagonisten Jet, Spike, Faye und Ein. Jet ist ein ehemaliger Polizist, hart im Nehmen und stets eine offene Person. Spike ist im Gegensatz dazu oft auf der Jagd nach seinen „Opfern“, ein Draufgänger und gut im Herzen. Faye ist sexy, raffiniert und hat nebenbei noch einen riesigen Schuldenberg; der hochintelligente Hund Ein rundet schließlich die Truppe ab.

Weltweit wurde die im Jahr 1998 produzierte 26-teilige Anime-Serie „Cowboy Bebop“ ein Erfolg und ist mittlerweile in neun Sprachen übersetzt worden. Nach drei Jahren wurde ebenfalls ein Film gedreht, der in Deutschland bei Columbia Tristar erschienen ist. Zur Serie sind ebenfalls zwei Manga-Serien auf dem japanischen Markt erhältlich, eine dreiteilige namens „Cowboy Bebop“ und eine zweiteilige mit dem Titel „Cowboy Bebop: Shooting Star“. Die erstere von beiden ist in deutscher Sprache bei EMA nachzulesen.









Umsetzung Da „Cowboy Bebop“ nun knapp zehn Jahre auf dem Buckel hat, ist die Bildqualität noch auf dem Niveau der damaligen Zeit, inklusive der Unschärfe und dem Bildrauschen. Auch die Tonqualität schafft es „nur“ auf DD 2.0 und zwar sowohl im Original als auch in deutscher Fassung. Der Ton ist nach wie vor gut zu verstehen, einwandfrei und so wie er sein sollte. Auch die deutsche Synchronfassung überzeugt vollkommen mit jedem Charakter, ebenso wie die japanische Variante. Was man allerdings bemerkt ist, dass sich die Synchro teilweise stark von den Untertiteln hervorhebt, was zwar inhaltlich nicht weiter schlimm ist, manches aber wegfällt. Daher ein Abzug bei der Synchro. Die Untertitel in weißer Schrift mit schwarzer Outline fügen sich gut ins Bild ein, haben das richtige Timing und sind keine Dubtitles wie bereits erwähnt.
Menü Nach unzähligen Trailern zu Dynamics, Sunrise etc. gelangt man durch eine Animation ins animierte Hauptmenü, das im typischen „Cowboy Bebop“-Design gehalten ist. Folgende Punkte sind auswählbar:

Let’s Jam: Die erste Session gibt sich die Ehre.
Sessions: Jede Folge ist einzeln auswählbar.
Options: Deutsch oder Japanisch in DD 2.0? Mit oder ohne deutsche Untertitel?
Credits: Der Abspann folgt.
Sketch: Hier verbergen sich die Extras.

In jedes Untermenü, gar in die einzelnen Extras wird animiert hinein und wieder zurückgewechselt - stets auf andere Art und Weise. Dieses Menü hat eine unglaubliche Liebe zum Detail, wie man sie sonst nur äußerst selten sieht. Das einzige, was man daran aussetzen kann, sind die langatmigen Trailer zu Beginn.



Verpackung „Cowboy Bebop Vol. 1“ ist In einer typischen Amaray-Hülle zu erwerben. Das Cover zieren Faye Valentine im Vorder-, gefolgt von Spike Spiegel rauchend im Hintergrund. Auf der Rückseite sieht man vier Screenshots und kann den Inhalt, Staff, FSK, Audio, Untertitel und die sonstigen technischen Details nachlesen. Innerhalb der Hülle ist leider nichts, abgesehen von der DVD und einem Poster des Coverbildes, nochmals groß auf die Rückseite gedruckt im Querformat.
Extras Die DVD enthält neben dem Poster noch eine Reihe digitaler Extras, die – wie eben schon erwähnt – über das Hauptmenü abrufbar sind:
• Details zu den Gaunern aus den Episoden (inkl. Kopfgeld).
• Charakterinfos zu Spike, Jet und Faye (jeder hat z.B. seinen eigenen Song) sowie zur Bebop.
• Hintergrundinfos zu Namen, die in den Episoden vorkommen – insbesondere zur Musik im Jazz/Blues-Bereich von Yoko Kanno, die für die Musik zuständig war.
• Deep Blues Space F.M: Infos zu allen Songs, die in „Cowboy Bebop“ in den ersten fünf Episoden vorkommen, inklusive Hörprobe in der Musikrichtung Blues.
• Jazz on Mars F.M: Infos zu allen Songs, die in der Serie in den ersten fünf Episoden vorkommen, inklusive Hörprobe in der Musikrichtung Jazz.
Trailers – Escaflowne & Co. stehen bereit.




Fazit Eine hervorragende Anime-Serie mit einem guten Mix aus Action, Slapstick und starken Charakteren mit tiefgründiger Vergangenheit. Die Jazz- und Blues-Einflüsse von Yoko Kanno passen buchstäblich wie die Faust aufs Auge, nur eines stört an der Serie: Die nicht unbedingt hochwertige deutsche Umsetzung in Bezug auf Bild und Ton.
Inhalt
Inhalt
1.5

Bild
Bild
3

Ton
Ton
3

Synchronisation
Synchronisation
2

Gesamtnote


1.9
Untertitel
Untertitel
1

DVD-Menü
DVD-Menü
1.5

Extras
Extras
2

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: / Vereinsmitglied - Animexx Economy Rouja
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Nathalie Schöps /  unbekannt
Datum d. Artikels: 11.08.2012
Bildcopyright: Sunrise, Bandai Visual, Dynamic Vision


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