Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Andreas Neuenkirchen ist bekannt für seine Japanbücher, sowohl in Romanform wie auch als Reiseliteratur. Mit „Kawaii Mania“ hat er ganz frisch einen neuen Titel auf den Markt gebracht – und uns Rede und Antwort gestanden!

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Waiting in the Summer Vol. 1

Originaltitel: Ano Natsu de Matteru (あの夏で待ってる)
 
Kaito und seine Freunde wollen in den Sommerferien einen Film drehen. Während sich alle mit Feuereifer ans Werk machen, bemerken die Schüler gar nicht, wie sich ihre Beziehungen untereinander verändern. Schon längst hat das große Drama ihres Lebens seinen Anfang genommen und die Jugendlichen ahnen nicht, dass dieser Sommer der Sommer ihres Lebens wird!
Inhalt Oberschüler Kaito Kirishima will auf dem Staudamm in seiner Nachbarschaft die Sterne mit der Kamera seines Großvaters filmen. Doch plötzlich wird die Nacht durch ein grelles Licht zerrissen: Ein Raumschiff ist ganz in der Nähe niedergegangen und die Druckwelle schleudert den überraschten Jungen ins Wasser und verletzt ihn schwer. Am nächsten Tag ist jedoch nichts mehr von den schweren Verletzungen zu sehen und auch die Ereignisse der vergangenen Nacht sind Kaito nicht im Gedächtnis geblieben.

An diesem Tag kommt eine neue Schülerin auf Kaitos Schule: Die niedliche Ichika hat feuerrote Haare und zieht damit nicht nur die Blicke ihrer Mitschüler an, Kaito ist ebenfalls sofort in ihren Bann gezogen. Er ahnt ja nicht, dass Ichika letzte Nacht mit ihrem Raumschiff auf der Erde notgelandet ist und seine Wunden geheilt hat.

Während Kaito den Rotschopf noch scheu von der sicheren Position hinter seiner Kamera aus beobachtet, macht sein Freund Tesurô den nächsten Schritt und fragt die Neue, ob sie nicht bei ihrem Filmprojekt mitmachen will. Ichika ist begeistert und so stürzen sich die Jugendlichen in einen Sommer voller Träume, Unternehmungen und großer Erfahrungen.
Dt. Publisher:Kazé
Erscheinungstermin:09.12.2013
Preis (Amazon):38,99 €
Synchronfassungen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Spiellänge:150 Minuten
FSK:Ab 12 Jahren
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Comedy, Romantik, Slice of Life
ProduzentenGENCO
AnimationsstudioJ.C.Staff
Episoden:1 - 6 Episodentitel
Animexx:DVD-Eintrag

Details Der Anime weist einige Parallelen zu der ebenfalls von Genco produzierten Romantik-Komödie „Onegai Teacher“ aus dem Jahre 2002 auf – angefangen bei der mysteriösen Raumschiff-Landung bis hin zum außerirdischen Rotschopf, der das Herz des Hauptcharakters erobert. Trotz seiner humoristischen Szenen ist „Waiting in the Summer“ aber weniger auf Slapstick ausgerichtet und schafft es tatsächlich, die ruhige Stimmung eines heißen Sommertages einzufangen. Die Probleme der Schülergruppe sind nicht neu, dennoch leidet und freut sich der Zuschauer mit den Figuren, die einem im Verlauf der Story schnell sympathisch werden. Ein bisschen angedeuteter Fanservice ist sogar mit von der Partie.

Obwohl Ichika ein Alien ist, tritt der futuristische Aspekt hier mehr in den Hintergrund und dient hauptsächlich als Serienmotor, indem er das Problem schafft, dass Ichika und Kaito aus verschiedenen Welten stammen und sich irgendwann unweigerlich trennen müssen. Der heimliche Star der 12-teiligen Serie ist dabei die undurchsichtige Lemon, die mit ihren teilweise fiesen Aktionen für lustige Momente sorgt und die Figuren zum Handeln zwingt.

Zwischen 2012 und 2013 wurde die gleichnamige Manga-Umsetzung von Pepako Dokuta im „Dengeki Daioh“-Magazin veröffentlicht und erschien kurz darauf als dreibändige Tankobon-Ausgabe in Japan. Zum „Waiting in the Summer“-Franchise zählen außerdem zwei von Ichika Toyogawa geschriebene und von Taraku Uon illustrierte Light Novels sowie ein Artbook mit dem Titel „The Art of Natsu de Matteru“.
 









Umsetzung Zeitgemäße Animationen und ein stimmungsvoller Soundtrack machen aus der leichten Sommer-Romanze eine runde Sache. Die DVD-Ausgabe von Kazé weist keine Bildmängel auf und die Tonwidergabe in ihrem DD 2.0-Format gibt keinen Anlass zur Kritik.
Die Synchronisation bewegt sich auf einem professionellen Level, die Stimmen wurden passend ausgesucht, wenngleich sie nie dieselbe Klangfarbe erreichen wie ihre japanischen Vorbilder. Die deutschen Untertitel – gelb mit schwarzer Umrandung – sind, wie immer, nur mit dem japanischen Originalton zu bekommen. Wie von Kazé gewohnt, sind es aber keine Dubtitel.
Menü Das Menü ist überwiegend weiß und schlicht, passt aber in dieser Einfachheit gut zur Serie und macht die Navigation schnell und unproblematisch. Der weiße Bildschirm wird immer wieder von sich drehenden Sternen unterbrochen, wobei in den größten von ihnen Szenen aus dem Anime ablaufen. Während im Hintergrund der Opening-Song „Sign“ läuft, hat der Zuschauer die Möglichkeit, unter folgenden Optionen zu wählen:
 

Die Menüpunkte sind in einer Reihe oberhalb des Bildschirms angeordnet und die Untermenüs klappen sich beim Anwählen direkt auf dem Startbildschirm aus. Einen direkten Cursor gibt es nicht, die einzelnen Punkte werden fett unterlegt, sobald man sie anklickt.



Verpackung Die Hülle ist wie ein Buch gestaltet. Zwischen zwei sehr stabilen, mit Folie bedeckten „Buchdeckeln“ befinden sich die Plastikhalterungen für die beiden DVDs – auf jeder Seite eine. In der Mitte wurde das 28-seitige Booklet fest mit dem Rücken verklebt, sodass man es bequem durchblättern und nicht verlieren oder verlegen kann. Auf die Rückseite wurde mit leichtem Klebstoff ein Blatt mit allen technischen und inhaltlichen Details geklebt. Dieses kann aber ohne Probleme nach dem Lesen abgezogen werden, sodass die Rückseite nur noch ein süßes Bild von Ichika zeigt.
Extras Auf der digitalen Seite schaut der Zuschauer leider etwas in die Röhre, denn hier können die beiden DVDs des ersten Volumes nur mit dem obligatorischen „Clear Opening & Ending“ aufwarten.

Das hübsche 28-seitige Booklet, das sich in der Mitte der buchartigen DVD Hülle befindet, entschädigt für die fehlenden digitalen Boni. Neben der Vorstellung der Charaktere, einiger Artworks zu Figuren und Schauplätzen sowie kurzen Kommentaren der japanischen Synchronsprecher und dem Produktionsteam, beinhaltet das Heft das Rezept für den legendären „Dynamite Drink“, den Lemon ihren Freundin in Folge zwei serviert.

Fazit „Waiting in the Summer“ ist die perfekte Unterhaltung für heiße Sommertage, an denen man keine schwere Kost verträgt. Die Handlung ist leichtgängig und zuweilen sogar etwas poetisch erzählt und wird durch humoristische Einlagen sowie leichten Fanservice aufgelockert. Wenn der Bonus auch etwas dürftig ausfällt, ist Kazé bei dieser Serie wieder eine gute und qualitativ hochwertige Umsetzung gelungen.
Inhalt
Inhalt
3

Bild
Bild
1

Ton
Ton
3

Synchronisation
Synchronisation
1.5

Gesamtnote


2.5
Untertitel
Untertitel
1

DVD-Menü
DVD-Menü
2.5

Extras
Extras
3

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor:
Lektor: Anja Kaiser
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 27.10.2014
Bildcopyright: Kazé, Genco, J.C. Staff


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