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Die kleine Okko erfährt den Verlust ihrer Eltern bereits sehr früh. Doch zum Glück erhält sie Unterstützung aus der Geisterwelt...!

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Inoue, Yasushi

Inoue Yasushi wurde zu Lebzeiten auf Grund seiner Werke als „lebender Nationalschatz“ geehrt. Was kann sich ein Autor denn noch mehr wünschen?
Profil
Infobox

Geburtstag
06.05.1907

Geburtsort
Asahikawa

Inoue Yasushi wurde am 6. Mai 1907 in Asahikawa, einer Stadt in der Unterpräfektur Kamikawa, auf der Insel Hokkaidō geboren und verstarb am 29. Januar 1991 in Tokyo. Er war ein japanischer Autor, der zunächst in Kyūshū und dann in Kyōto Kunst und Geschichte studierte. Er arbeitete als Journalist für die japanische Tageszeitung „Mainichi Shimbun“ und musste 1937 als Soldat in China kämpfen. Erst danach begann er seine Karriere als Schriftsteller, in deren Rahmen er unter anderem Essays, Gedichte und historische Romane verfasste. Von 1950 bis 1989 gewann er insgesamt neun Literaturpreise. Seine erste Auszeichnung, den Akutagawa-Preis, erlangte er 1950 mit dem Roman „Der Stierkampf“.
Einsamkeit und zwischenmenschliche Beziehungen sind häufige Elemente in Yasushis Werken. So auch in seinem kurzen Roman „Das Jagdgewehr“, der besonders durch die Erzähltechnik auffällt. Dabei zeigt die Hauptperson des Romans, ein einsamer Jäger, dem Erzähler drei Abschiedsbriefe: von seiner Frau, seiner Geliebten und deren Tochter. Hierbei wird eine Geschichte von Ehebruch, verbotener Liebe, Einsamkeit und emotionaler Kälte aufgezeigt. 1993 wurde ein Literatur- und Kulturpreis nach Yasushi benannt. Viele seiner Werke wurden verfilmt, unter anderem von Ōno Yasuko, M. Kazuo und Inagaki Hirosho. Darüber hinaus gehört er in Deutschland zu den meistgelesenen japanischen Autoren.
Werke Deutsche Veröffentlichungen
Das Jagdgewehr (Suhrkamp, 1958)
Die Eiswand (Suhrkamp, 1979)
Das Tempeldach (Suhrkamp, 1981)
Der Stierkampf (Suhrkamp, 1983)
Die Höhlen von Dun-huang (Suhrkamp, 1986)
Meine Mutter (Suhrkamp, 1990)
Der Sturm (Suhrkamp, 1997)
Reise nach Samarkand (Suhrkamp, 1998)
Shirobamba (Suhrkamp, 1998)
Schwarze Flut (Suhrkamp, 2000)
Der Tod des Teemeisters (Suhrkamp, 2008)
Liebe, drei Erzählungen (Suhrkamp, 2009)
Auszeichnungen
Auszeichnungen
Akutagawa-Preis für „Tōgyū“, 1950
Noma-Literaturpreis für „Yodo dono nikki“, 1961
Yomiuri-Literaturpreis für „Fūtō“, 1964
Großer Preis für japanische Literatur für „Oroshiya kokusui mutan“, 1969
japanischer Kulturorden, 1976
Kikuchi-Kan-Preis, 1980
Asahi-Preis für seine langjährigen literarischen Leistungen und seine Verdienste um den internationalen Kulturaustausch, 1984
Ehrendoktor der Peking-Universität, 1986
Noma-Literaturpreis für Kōshi, 1989
Autor: Teresa Schießl /  toastbrot95
Lektor: Elsa Philipp
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 12.06.2013
Bildcopyright: Inoue Yasushi


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