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Am 28.Mai war wieder Kazé Anime Night angesagt – diesmal mit „Mirai – das Mädchen aus der Zukunft“ vom Star-Produzenten Mamoru Hasoda („Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“). Wir waren in Neuss dabei!

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Liebe auf Japanisch
 

Von ewigen Singles, Love Hotels und dünnen Wänden, beschreibt der Untertitel das Taschenbuch. Heißt das, es wird schlüpfrig? Nein, hier werden mehr als Klischees und Freaks bedacht. Schließlich hat Liebe viele Facetten.
Inhalt Das Buch begrüßt einen mit einer schönen Inhaltsangabe, in denen die Kapitel ebenfalls Untertitel bekommen haben, damit man weiß, was einen unter dem Thema erwartet.
Nach einem kleinen Vorwort gibt es dann noch eine Auflistung der Hauptpersonen in der Reihenfolge, wie sie auftauchen. Auch hier hilft eine kleine Beschreibung dazu, die Charaktere kennen zu lernen und so besser in die Kapitel eintauchen zu können.

Dann geht es auch schon los mit „Eine Illusion von Nähe“, in dem man bereits Kenji, Yukiko und Naoko kennenlernt und erfährt, wie sie entspannen beziehungsweise ihren Single-Alltag stemmen. Sei es in einem Cuddle- oder Katzen-Café oder mit einem Mietfreund. Nein, es geht nicht nur um Sex in diesem Liebes-Führer, sondern um alles rund um die Liebe in Japan, die teils anders und doch auch ähnlich ist, wie bei den Europäern. Ja, was denn nun? Einfach Weiterlesen mit „Keine Lust auf Sex“ - ja, das gibt es. Wer daran kein Interesse hat, der möchte vielleicht wissen, wie in Japan so ein Date aussieht und was man lieber lassen sollte. Dann einfach „Küssen verboten“ aufschlagen. Wer sich danach lieber keinen japanischen Freund oder Freundin suchen will, weil einem das Daten zu kompliziert ist, der kann sich auch gerne einen Roboter holen. „Verliebt in einen Roboter“ hilft dabei. Zu stupide? Wie wäre es dann mit dem Kapitel über Prostitution? Kein Problem. Einfach auf Seite 129 nachlesen.

Wer all das schon hinter sich gelassen hat und eher ein Auge auf Heirat und Kinderkriegen werfen möchte, der kommt mit „Der schönste Tag im Leben“ und „Die Geburt“ auf seine Kosten. Darüber hinaus gibt es natürlich Weiteres über die „ewigen Singles“ und den Tod der Liebsten. Wie gesagt: Liebe (auf Japanisch) hat viele Facetten. Daher gibt es für Fakten- und Zahlen-Freaks am Ende auch noch einmal vier Seiten dazu. Ebenso wie einen kleinen Sprachführer für schlüpfrige Worte, falls jemand etwas anderes von diesem Buch erwartet hat oder er seine gewissen Anime-Folgen besser verstehen will.
Liebe auf Japanisch: Von ewigen Singles, Love Hotels und dünnen Wänden
 
Autor:Kerstin und Andreas Fels
Seiten:256
Verlag:Conbook Verlag
Erschienen:03.04.2019
ISBN:9783958892002
Preis:9,95 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Reiseführer/Reisebericht, Japan
Ursprungsland:Deutschland

Fazit Wie schon in „Die Axt im Chrysanthemenwald“ ist auch dieses Buch des Ehepaars Fels eigentlich kein reines Sachbuch. Im Gegenteil, „Liebe auf Japanisch“ gleicht noch mehr einem Roman als es die erste „Studie“ über Japan tat. Dennoch ist es lehrreich, denn so witzig auch manch eine Szene oder Figur ist, so gibt es doch auch ernste Kapitel. Genau diese Mischung des Autorenehepaars macht das Buch so einfach und angenehm zu lesen. Und wer die grauen Informationskästchen mit Daten, Fakten und Hintergrundwissen zu den jeweiligen Geschichten erst später lesen möchte oder ignorieren mag, der kann das ohne Weiteres tun. Ebenso das vereinzelte Kapitellesen ist möglich, wenn jemand auf bestimmtes Wissen aus ist. Da macht es einem das Buch einfach, flexibel zu sein. Somit ist „Liebe auf Japanisch“ wieder rundherum gelungen und macht „Wissen-Lesen“ zum Vergnügen.

Wer mehr über die Autoren erfahren möchte, der sollte ihren Blog japanlink.de aufsuchen oder in unser Interview von der LBM 2019 reinlesen.

Autor: /  Subaru
Lektor: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 04.04.2019
Bildcopyright: conbook / CPI Books / Weiß-Freiburg GmbH


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