Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Mit "Carrier of the Mask" hat Vinny-Vieh aka Anna Hörner einen äußerst ungewöhnlichen Manga erschaffen. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und der Künstlerin ein paar Fragen zu ihrer Arbeit gestellt...!

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Aktuell in Japan:
17.10.: Nikko - Toshogu-Fest (regional) | 22.10.: Kyôtô – Fest des Zeitalter (jidai matsuri) (regional) | 03.11.: Hakone – Umzug der Feudalherren (hakone daimyo gyoretsu) (regional) | 03.11.: Tag der Kultur (bunka no hi) (gesetzlich) | 15.11.: Sieben-Fünf-Drei (shichi go san) (landesweit)
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negativ:nichts
 

Was bewegt einen Schweizer dazu, 2.900 Kilometer weit durch ganz Japan zu wandern? Noch dazu kein halbes Jahr nach dem Atomunglück? Die Gründe dafür kommen von Herzen...
Inhalt Das Erdbeben, der Tsunami und das AKW-Unglück im März 2011 waren verheerend für Japan. Doch auch im Ausland waren Menschen direkt davon betroffen: Einer von ihnen war der schweizerische Reisefachmann Thomas Köhler, der kurz nach der Katastrophe seinen Job verloren hat. Alle sprachen nur noch von Fukushima und niemand wollte mehr ins vermeintlich verstrahlte Japan reisen. Aus dieser Situation heraus entwickelte Köhler die Idee, zu Fuß durch Japan zu wandern, beginnend am Kap Soya, dem nördlichsten Punkt des Landes, bis nach Kap Sata, dem südlichsten Punkt. Zum einen wollte er damit dem Ausland beweisen, dass Japan nicht nur Fukushima ist und zum anderen hatte er den Drang, dem Land etwas zurückzugeben.

Am 1. August 2011 beginnt sein Fußmarsch, der ihn in exakt fünf Monaten 2.900 Kilometer durchs Land führt. Köhler trotzt dabei der sommerlichen Hitze ebenso wie Kälte, Sturm und Regen und wird dafür mit zahlreichen, rührenden Momenten belohnt. Die Menschen, die er auf seiner Reise trifft, sind durchgehend beeindruckt von dem Schweizer, der solch ein starkes Durchhaltevermögen zeigt: Sei es der Polizist, der ihm seine Lunchbox schenkt, der Ladenbesitzer, der ihn bei sich und seiner Familie übernachten lässt und ihn anschließend einen Tag lang begleitet oder das motorradbegeisterte Ehepaar, welches ihn nach der ersten Begegnung nochmals aufsucht, um ihm Proviant auszuhändigen – und ihn dafür zwei Tage lang sucht.

Seine Erfahrungen dokumentiert Köhler täglich in seinem Blog; auch wird er während der Reise mehrfach vom Online-Magazin asienspiegel interviewt. Die Interviews, wie auch ausgewählte Blogeinträge sowie eine Vielzahl an Fotos, haben schließlich zur Entstehung des Buches „negativ:nichts“ geführt. Darüber hinaus enthält das Buch zudem die Entstehungsgeschichte des gleichnamigen Dokumentarfilms.
negativ: nichts
 
Autor:Thomas Köhler, Jan Knüsel
Seiten:100
Verlag:asienspiegel GmbH
Erschienen:01.10.2013
ISBN:-
Preis:21,00 €
 
Genre:Erzähltes Leben, Japan
Erstveröffentlichung:2013

Fazit Der Titel „negativ:nichts“ rührt von Köhlers Blogeinträgen her: Am Ende eines jeden Tages notierte er stets die guten sowie schlechten Erlebnisse. In der Kategorie „Negativ“ gab es jedoch nie etwas zu verlauten, daher „nichts“.
Im November 2014 startete Köhler ein weiteres Projekt in Japan: Er fuhr mit dem Fahrrad 1.000 Kilometer durch die Tohoku-Region. Diese Tour dokumentierte er gleichfalls in seinem Blog http://www.japan-thomas.ch .

Das Buch „negativ:nichts“ kann über den Online-Shop von asienspiegel.ch bezogen werden.
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 07.01.2015
Bildcopyright: asienspiegel, Thomas Köhler


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