Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 28.Mai war wieder Kazé Anime Night angesagt – diesmal mit „Mirai – das Mädchen aus der Zukunft“ vom Star-Produzenten Mamoru Hasoda („Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“). Wir waren in Neuss dabei!

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Aktuell in Japan:
07.07.: Sternenfest (tanabata matsuri) (landesweit) | 19.07.: Tag der Marine (landesweit) | 16.07. - 24.07.: Kyôtô - Gion Matsuri (regional) | 24.07. - 25.07.: Tôkyô – Tenjin Matsuri (regional) | 06.08.: Hiroshima – Friedensfest (heiwa matsuri) (regional)

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Angelic Pretty

 
Engelsgleich schön – unter diesem Motto produziert das japanische Modelabel „Angelic Pretty“ Kleider, Schuhe und Accessoires. Tatsächlich wirken die niedlichen, zarten und weiblichen Designs einfach himmlisch.
Angelic Pretty wurde 1979 gegründet und ist damit schon relativ lang im Geschäft, allerdings werden erst seit 2001 eigene Artikel produziert. Davor wurde unter dem Namen „Pretty“ ebenfalls Lolita-Kleidung verkauft, jedoch nur die anderer Marken.
2008 wurde auch ein englischsprachiger Internetshop eröffnet, um den Markt auf internationale Ebene auszudehnen. Angelic Pretty ist inzwischen eine der bekanntesten Marken für Lolita-Kleidung auf der ganzen Welt und verkauft unter anderem auch Mäntel, Blusen, Haarschmuck und Röcke.
Maki und Asuka sind die Namen, die man hört, wenn es um Angelic Pretty geht. Die beiden sind die Hauptverantwortlichen für das Design. Maki, die eine modeorientierte High School besuchte und dann Illustration studierte und seit 2003 für das Label arbeitet, entwirft die Muster für Kleider und Socken. Außerdem wählt sie die Materialien aus. Sie stammt aus der Präfektur Saitama und noch vor ihrem Abschluss bekam sie ein Jobangebot der Firma, nachdem sie einige ihrer Entwürfe einreichte. Eigentlich war sie jedoch gar nicht so sehr am Kleiderdesignen sondern Zeichnen im Allgemeinen interessiert.
Asuka begann schon zwei Jahre früher, für Angelic Pretty zu arbeiten und entwirft Schuhe, Taschen und Sonnenschirme. Sie stammt aus der Präfektur Kanagawa und besuchte eine Berufsschule für Kleidung und Accessoires. Genau wie Maki bekam sie das Jobangebot, nachdem sie auf ein Gesuch von Angelic Pretty antwortete.
Die Läden von Angelic Pretty gibt es in ganz Japan, nämlich in Shinjuku, Osaka, Nagoya, Sendai, Utsonomiya, Hiroshima, Yokahama, Kanazawa, Fukuoka, Okayama und Sannomiya; der Flagshipstore aber befindet sich in Laforet in Harajuku. Im November 2012 wurde sogar in San Francisco und einige Zeit später in Paris ein Geschäft eröffnet.

"Angelic Pretty provides adorable clothing covered in lace, frills, and ribbons like that of the fairytale princess you dreamed about as a little girl. We want girls to never lose sight of that dream... And this is a brand for girls who want to keep that dream alive."

Den Kundinnen das Gefühl einer Märchenprinzessin zu geben, das beschreibt das Konzept von Angelic Pretty, zu finden auf der offiziellen englischen Webseite, tatsächlich sehr gut. Stark beeinflusst von Fairy Kei –einer japanischen Moderichtung, die 80er Jahre Pop und den Kawaii-Stil kombiniert– ist besonders die Farbe Pink stark vertreten – das kann man auch an der Dekoration der Läden sehen.
Maki und Asuka sagten in einem Interview, dass sie versuchten, die Farbe Pink in möglichst vielen Varianten, in Harmonie mit Jahreszeit und Trend, einzusetzen – und dem Hauptziel, die Kreationen schön aussehen zu lassen. Was die Geschichte hinter den einzelnen Designs sei, solle jedoch den Trägerinnen der Kleider überlassen bleiben, da sie schließlich alle ihre eigenen Prinzessinnen seien und deswegen auch eine eigene Geschichte bräuchten.
Wirft man einen Blick in den Onlineshop, findet man einige, sich durchziehende Merkmale, und das ist nicht nur die Farbe Pink. Rüschen, Schleifen und feminine, aber teils etwas kindliche, mädchenhafte Schnitte und verspielte Motive, wie Katzen, Herzen und Punkte gibt es da. Die Farben bewegen sich größtenteils im Pastellbereich, rosa, weiß, aber auch kräftigere Farben wie braun, rot und dunkelblau findet man.
Sieht man sich nun die Preise an, sieht man, dass die Marke eher teuer ist – aber den Preis muss man wohl zahlen, wenn man so detailreiche, liebevoll gestaltete Kleidung besitzen möchte. Die Kleider bewegen sich in etwas zwischen 24000 und 27000 Yen, also 240 bis 270 Euro, während man Oberteile schon ab 100 Euro und Accessoires ab 18 Euro haben kann. Möchte man nicht in dem Onlineshop bestellen, kann man Angelic Pretty auch über den deutschen Shop Neo Tokyo kaufen, der einen Laden in Berlin, einen in München und einen Onlineshop betreibt.





Autor: Teresa Schießl /  toastbrot95
Lektor: Christine Schäffer
Grafiker: Andreas Williger /  Minorou
Datum d. Artikels: 14.09.2012
Bildcopyright: Angelic Pretty, Chris CB Photographie


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