Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Ueno Park

 
Ihr geht gerne durch Parks spazieren? Dann kommt! Wir nehmen euch mit auf eine kleine Reise durch Tokyos vielfältigen Stadtpark und gleichzeitig einem der besten Orte, um das Kirschblütenfest zu bestaunen.
Bei dem Ueno Park handelt es sich um einen von Japans beliebtesten Stadtparks. Er befindet sich im heutigen Tokyoter Stadtbezirk Taito auf dem ehemaligen Gelände des buddhistischen Tempels Kan'ei-ji.
1625 wurde besagter Tempel errichtet und 1868 im Rahmen des Boshin-Krieges größtenteils zerstört. Zu den wenigen Elementen, die nicht der Kriegswut zum Opfer gefallen sind, gehören die fünfstöckige Pagode sowie die Halle der Göttin Kannon und das Haupttor. Nachdem das Gelände der Regierung übergeben wurde, gab es zunächst verschiedene Pläne, wofür man es zukünftig verwenden könnte. Neben Vorschlägen wie einer medizinischen Hochschule oder einem Krankenhaus konnte sich die Idee einer Parkanlage im Jahre 1873 schließlich durchsetzen.







Drei Jahre später, 1876, kam es zur Eröffnung des Parks. Im Laufe der Zeit entstanden in diesem auch eine stolze Anzahl an Museen, wie dem Nationalmuseum Tokyo, welches als das älteste Museum des Landes gilt, dem Nationalmuseum der Naturwissenschaften, dem Nationalmuseum für westliche Kunst, dem Städtischen Museum für Kunst und dem Shitamachi-Museum. Weitere Bauwerke sind die Universität der Künste, die Japanische Akademie der Wissenschaften, die Kuroda Memorial Hall in Andenken an den Maler Seiki Kuroda, sowie die Konzerthalle Tokyo Bunka Kaikan mit ihren insgesamt 2.952 Sitzplätzen, die Kaiserliche Bibliothek und die Internationale Bibliothek der Kinder.




Aber der Ueno Park hat nicht nur etwas für Kunst- und Historikerfreunde im Angebot, sondern ebenso auch etwas für Naturfreunde: So ist er einer der Top-Adressen, wenn es darum geht, im Frühjahr das Kirschblütenfest zu feiern – kein Wunder, bei einer Anzahl von rund achthundert Kirschbäumen.
Im Süden des Parks befindet sich der alte Shinobazu-Teich, welcher in drei Bereiche aufgeteilt ist: Es gibt den Boot-Teich, an welchem man sich Boote mieten kann, den Lotus-Teich, in welchem eine Vielzahl von Lotus wächst und im Sommer einen Großteil der Wasseroberfläche bedeckt, sowie den Kormoran-Teich, an welchem Kormorane leben.
Beim Shinobazu-Teich handelt es sich um ein natürliches Gewässer, welches schon mehrere Male modernisiert und im Jahre 1967, aufgrund fehlerhafter Bauarbeiten an einer Bahnlinie, fast trocken gelegt wurde.

Der Kormoran-Teich befindet sich auf dem Gelände des Ueno-Zoos. Der 1882 eröffnete Zoo ist der älteste Zoo in ganz Japan. Eine Einschienenbahn verbindet den östlichen und den westlichen Teil des Zoos miteinander. Er präsentiert über 460 Tierarten und war bis 2008 das zu Hause des berühmten Pandabären Ling Ling. Seinen Platz nahmen im Jahre 2011 die beiden Pandabären Lili und Shinshin ein.




Der Ueno Park ist darüber hinaus aber auch das zu Hause zahlreicher Obdachloser. Sie campieren oft in Gruppen und ihre notdürftigen Behausungen decken sie gerne mit blauen Plastikplanen ab. Die Polizei versucht zwar gelegentlich, diese Notunterkünfte zu zerstören und die Obdachlosen zu vertreiben oder festzunehmen, doch diese kehren nach solchen Aktionen meist schnell wieder in den Park zurück. Im Großen und Ganzen wird ihre Anwesenheit daher geduldet.

Fazit: Der Ueno Park ist ein umfangreiches Ausflugsziel mit einer Vielzahl an Freizeitangeboten. Und selbst wenn man einfach nur in der Natur entspannen will, lässt sich das dort auch einrichten.
Autor: Kathia Krüss
Lektor: Daniela Würdig
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 02.04.2014
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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