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Unsere Chefredakteurin Kathia hat inzwischen ihr drittes Buch auf den Markt gebracht. Wir wollten den Anlass nutzen und haben ihr ein paar Fragen über ihre Schreibarbeiten gestellt.

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Malice Mizer

Pierrots, Lolitas und Märchenprinzen – welche Band kann dies alles bieten? In der Zeit von 1992 bis 2001 war die Antwort klipp und klar Malice Mizer, denn zuvor und auch danach gab es keine vergleichbare Band. Ihr Name wurde zum Synonym für extravagante Bühnenperformance in Kombination mit Klassik inspirierter Musik.
Profil
Infobox

Art
Band, aufgelöst (2001)

Gründung
1992

Musikstil
Rock, Visual Kei, Gothic

Offizielle Homepage
http://www.malice-mizer.co.jp/

Die Band wurde 1992 von Mana und Közi, die zuvor gemeinsam in der Band Matenrou gespielt hatten, gegründet. Kurz darauf traten Yu~ki (Ex-ZE:RO) am Bass, Gaz (Ex-Datura) an den Drums und Tetsu (Ex-Nervous) als Sänger der Band bei. Somit war das erste Lineup Malice Mizers komplett. Dies hielt aber nicht lange und bereits ein Jahr darauf verließ Drummer Gaz die Band und wurde durch Kami ersetzt.
Mana gründete 1994 sein Indie-Label Midi:nette und darunter wurde auch ihr erstes Album „Memoire“ veröffentlicht. Kurz darauf verließ Tetsu wegen musikalischer Differenzen die Band und wurde durch den charismatischen Gackt (Ex-Cains:Feel) ersetzt. Mit Gackt als Frontmann war die Blütezeit in der Bandgeschichte Malice Mizers erreicht. Ihre Lieder und Bühnenauftritte glichen theatralischen Meisterstücken die sowohl mit romantischen Themen als auch aufwendigen Kleidern und Instrumenten, die alle Spezial-Anfertigungen waren, beeindruckten. Ebenfalls im Jahr 1995 wurde ihr offizieller Fanclub „Ma chèrie“ eröffnet.
1996 wurde ihr zweites Album „Voyage~sans retour~“ veröffentlicht. Es schien als könne man Malice Mizer nicht mehr aufhalten, sie waren überall: in Zeitschriften, in Fernsehshows und natürlich im Radio.
So dauerte es nicht lange, bis sie vom renommierten Majorlabel Nippon Columbia entdeckt wurden und ihre Popularität weiter anstieg. So veröffentlichten sie ihr bis dato erfolgreichstes Album „Merveilles“, weitere Singles und sogar einen Kurzfilm, der eine Verbindung mit dem „Bel Air“-PV darstellt. Im Zenit ihres Erfolgs kam jedoch die Nachricht, dass Gackt im Januar 1999 die Band verlassen würde. Als wäre das nicht genug, starb Kami einige Monate darauf an einer Gehirnblutung.
Als letzte Ehrung an Kami veröffentlichte Malice Mizer, inzwischen nur noch aus Mana, Közi und Yu~ki bestehend, eine Memorial Box. Sie entschlossen sich keinen neuen Drummer in die Band aufzunehmen und so veröffentlichten sie einige instrumentale Stücke, bis sie 2000 in Klaha einen neuen Sänger gefunden hatten. Malice Mizer wurde immer düsterer, sowohl vom Aussehen als auch von der Musik her. Davon kann man sich auf ihrem letzten Album „Bara no Seidou“ überzeugen. 2001 wurde der Stummfilm „Bara no Konrei“ zum Album gedreht. Es folgten noch drei Singleveröffentlichungen und kurz darauf trennte sich die Band. Jedes Bandmitglied widmete sich eigenen Projekten, die wohl erfolgreichsten sind die von Mana und Gackt.


Musikstil Malice Mizer war und ist immer noch eine Band an deren Erfolg und Konzept keine andere Band anknüpfen kann.
Ihre Anfänge mit Sänger Tetsu waren eher vom Rock geprägt, doch in der Gackt-Ära wurde ihre Musik immer melodiöser und man merkte den starken Einfluss von französischen Chansons und Pop.
Nach Kamis Tod und Klahas Einstieg in die Band waren ihre Lieder stark von düsteren Klängen wie Orgelmusik und Chören geprägt, wozu auch die Opernstimme von Klaha seinen Teil beitrug. Außerdem rückte die Form des Goth-Rock mehr in den Vordergrund, ebenso wie Metall und klassische Musik. Der Kreis ihres Musikwerdegangs schien sich zu schließen, dennoch wirkte die Musik vielseitiger in ihrer Komposition, sodass sie nicht ganz mit ihrer Anfangszeit zu vergleichen ist.



Mitglieder Bandmitglieder:
Gesang: Klaha
Gitarre, Synthesizer: Mana
Gitarre, Synthesizer: Közi
Bass: Yu~ki 

Ehemalige Bandmitglieder:
Gesang: Tetsu (1992 - 1994)
Gesang. Klavier: Gackt (1992 - 1999)
Schlagzeug: Gaz (1992 - 1993)
Schlagzeug, Percussion: Kami (1992 - 1999; verstorben)



Diskographie Japan
Datum Titel Typ
18.10.2006 La meilleur selection de Malice Mizer Album
05.10.2005 La Collection « merveilles » - L’edition Limitee Compilation
29.09.2004 La Collection des Singles – L’edition Limitee Compilation
30.03.2002 Merveilles ~shuuen to kisuu~ l’espace DVD
30.03.2002 Merveilles ~cinq parallele~ DVD
06.02.2002 Cardinal DVD
06.02.2002 Cardinal VHS
11.07.2001 Beast of Blood ~de l’image~ VHS
25.04.2001 Bara no kiseki DVD
25.04.2001 Bara no kiseki VHS
18.04.2001 Sans retour Voyage “derniere” ~encoure une fois~ DVD
22.11.2000 Bara ni irodorareta akui to higeki no makuake DVD
22.11.2000 Bara ni irodorareta akui to higeki no makuake VHS
30.10.2000 Mayonaka ni kawashita yakusoku ~bara no konrei~ Single
23.08.2000 Bara no seidou Album
26.07.2000 Shiroi hada ni kuruu ai to kanashimi no rondo Single
31.05.2000 Kyomu no naka de no yuugi ~de l’image~ VHS
01.02.2000 Shinwa Compilation
21.12.1999 Saikai no chi to bara ~de l’image~ VHS
03.11.1999 Sakai no chi to bara Single
24.02.1999 Merveilles ~cinq parallele~ VHS
28.10.1998 Merveilles ~shuuen to kisuu~ l’espace VHS
30.09.1998 Le ciel ~kuuhaku no kanata e~ Single
20.05.1998 ILLUMINATI [P-type] Single
18.03.1998 Merveilles Album
03.12.1997 Au revoir Single
03.09.1997 Vers elle ~kuuhaku no toki no naka de~ de l’image VHS
06.08.1997 Vers elle ~kuuhaku no toki no naka de~ Compilation und Single
30.06.1997 Sans retour Voyage « derniere » » ~encoure une fois~ VHS
09.06.1996 Voyage sans retour (First & Regular Press) Album
10.12.1995 Uruwashiki kamen no shotaijou Single
24.12.1994 Memoire DX Album
12.10.1993 1st Anniversary Demotape
05.04.1993 SADNESS Demotape
31.10.1992 Sans logique Demotape

Europa
Datum Titel (Land) Typ
26.01.2007 Bara no Seidou (Deutschland) Album
26.01.2005 Merveilles (Frankreich) Album
Autor:
Lektor: Christine Schäffer
Grafiker: Bella E. /  Satsukiame
Datum d. Artikels: 11.02.2011
Bildcopyright: Malice Mizer


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