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Die Vorfreude der Amuro-Fans ist groß: Endlich gibt es den gutaussehenden jungen Mann, der nicht nur ein Geheimnis verbirgt, in Großaufnahme auf den deutschen Kinoleinwänden zu sehen. Ob sich der Besuch im Kino lohnt, verraten wir euch hier, denn wir durften bereits im Vorfeld in die deutsche Version eintauchen.

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SHOW-YA

Dass es für Frauen in der Männerdomäne Rockmusik oftmals schwer ist sich durchzusetzen, dürfte wohlbekannt sein – dennoch nahmen fünf Ladies den harten Kampf auf und wurden dafür mit beachtlichem Erfolg belohnt: Show-Ya.

 
Profil
Infobox

Art
Band, aktiv

Gründung
1982

Musikstil
Rock

Offizielle Homepage
http://show-ya.jp/

Die Geburtsstunde von Show-Ya geht zurück auf das Jahr 1982, als sich Sängerin Keiko Terada und Keyboarderin Miki „Captain“ Nakamura zusammen taten und eine Band gründeten. Sie spielten beim East West Grand Prix Musical Contest und erzielten den ersten Platz für die beste weibliche Band, was ihnen einen Plattenvertrag bei Toshiba EMI einbrachte. In Folge dessen fand ein Line-Up-Wechsel statt: Die bisherige Gitarristin Mitsuko Numata wurde ersetzt durch Miki „Sun-Go“ Igarashi und hinter den Drums sah und hörte man fortan Miki „Mittan“ Tsunoda sowie am Bass Satomi Senba.
Die Aufnahmen für ihr Debut-Album „Masquerade Show“ fanden zwar in Japan statt, doch die Abmischungen wurden in London, in den berühmten Abbey Road Studios, vorgenommen. Mit der Unterstützung der Firma Coca Cola wurde die Scheibe nun, im Jahre 1985, eifrig beworben, unter anderem durch die Verwendung ihrer Single „Suteki ni dancing“ für einen Werbespot.

London schien den fünf Mädels gut gefallen zu haben, denn sie absolvierten dort einige ihrer ersten Auslandsauftritte. Auch ihr zweites Studio-Album „Queendom“, erschienen im März '86, wurde wieder in den Abbey Road Studios abgemischt. Der Erfolg und Beliebtheitsgrad von Show-Ya wuchs und so kam es im Jahre 1987 zur Zusammenarbeit mit dem Produzenten Andy Johns, der sich in der Vergangenheit bereits den Rolling Stones, Led Zeppelin und Van Halen angenommen hatte. Er übernahm die Abmischungen der Alben „Immigration“ (1987) und „Glamour“ (1988) in Los Angeles. 1987 war aber auch gleichzeitig das Jahr für noch einen ganz anderen großen Schritt: Die Band organisierte, produzierte und präsentierte das erste „Naon no Yaon“-Rock-Festival, auf welchem ausschließlich weibliche Rock-Acts der japanischen Musik-Szene auftraten. Bis 1999 fand diese Veranstaltung regelmäßig statt und wurde 2008 wieder aufgenommen.

Im April 1988 hatten Show-Ya ihren ersten Live-Auftritt in den Vereinigten Staaten, genauer gesagt im Nachtclub Roxy Theatre in West Hollywood. Da der Glam-Rock zu jenen Zeiten gerade seinen Höhepunkt erlebte, wurden die fünf japanischen Mädels gerne mit weiblichen US-Acts ihres Genres wie Vixen oder Lita Ford verglichen.
Im Folgejahr erschien ihr Longplayer „Outerlimits“, welcher es in den japanischen Charts bis auf Platz 3 schaffte und zu ihren erfolgreichsten Alben zählt. Darauf zu finden ist auch einer ihrer bekanntesten Hits „Genkai Lovers“. Inzwischen konnten Show-Ya auch ausverkaufte Konzerthallen vorweisen und außerhalb des eigenen Landes traten sie u.a. in London, Moskau, Los Angeles und Mexico City auf. Das nächste Album, „Hard Way“ von 1990, wurde diesmal in Los Angeles von Beau Hill produziert, der bereits mit Künstlern wie Alice Cooper, Winger, Ratt und Europe zusammen arbeitete. Zu dieser Zeit konnten Show-Ya in Japan die Spitze ihres Erfolges verbuchen, doch in den USA ließ sich dieser Erfolg nie kopieren.

Im Februar 1991 kündigte Sängerin Keiko ihren Ausstieg an. Ihrer Meinung nach entwickelte sich der musikalische Stil der Band zu sehr in die Mainstream-Richtung und so wandelte sie fortan auf Solo-Wegen. Infolgedessen schaute man sich nach einer neuen Sängerin um und die Wahl fiel schließlich auf die japanisch-amerikanische Steffanie Borges. Diese beherrschte die englische Sprache fließend und Show-Ya erhofften sich, auf diesem Wege doch noch ihren großen Durchbruch in den USA zu erlangen. Aber erst einmal ging es nach Nordkorea, denn die nordkoreanische Regierung lud die fünf Damen ein, im Art Theatre in Pyongyang aufzutreten. Über diesen Auftritt wurde in den japanischen Medien anschließend stark berichtet.

Ende 1992 kam es zur Vertragsauflösung zwischen Show-Ya und ihrem Management Master Works Co. und als sei das noch nicht genug, verloren sie auch noch ihren langjährigen Plattenvertrag beim Label EMI. Die fünf Mädels begaben sich daraufhin erst einmal für eine Zeit lang nach Los Angeles, wo sie regelmäßig Auftritte absolvierten. 1995 veröffentlichten sie schließlich das Album „Touch the sun“, welches den einzigen Longplayer mit Steffanie als Mitglied darstellt. Im Folgejahr verließ sie die Gruppe wieder und wurde ersetzt durch Sängerin Yoshino. Mit ihr veröffentlichte die Band 1998 die EP „This my way“, doch wie schon zuvor mit Borges, wollte sich auch mit Yoshino der alte Erfolg nicht wieder einstellen und schließlich entschied man sich am Ende des Jahres für eine Trennung.

Gitarristin Sun-Go gründete mit der einstigen Kollegin Keiko noch im selben Jahr die All Japan Women's Pro-Band, zu welcher auch zwei Mitglieder der ebenfalls sehr erfolgreichen Rockband Princess Princess gehörten. Zwei Jahre darauf rief Sun-Go die Band Blind Pig ins Leben.
Mittan schloss sich der Formation e-ha? an und Steffanie zog sich aus dem Musikgeschäft zurück.

2005 fanden sich Show-Ya in der Urbesetzung zu ihrem zwanzigjährigen Bühnenjubiläum wieder zusammen und das Ganze feierte man in der Tokyoter NHK Hall. Das Spektakel lässt sich auf der DVD „20th Anniversary Live“ bestaunen. Doch damit nicht genug: Im März 2012 erschien mit "Genuine Diamond" auch das erste Studio-Album in der Urbesetzung seit "Hard Way" im Jahre 1990.


Musikstil Show-Yas Musik bewegt sich allgemein im klassischen Glam- bzw. Hardrock-Bereich, war in den Anfangsjahren jedoch zum Teil sehr keyboardlastig, was den Sound stellenweise etwas poppiger erscheinen ließ.
Keikos Stimme hat einen leicht rauchigen Touch und somit einen hohen Wiedererkennungswert, der sich in das Gesamtklangbild der Band ideal einfügt.
Dass mit Sun-Go nur eine Gitarristin vertreten ist, tat dem Sound nie Abbruch, denn sie bestreitet ihre Position auch im Alleingang sehr überzeugend und gekonnt.
Mittans Drums klingen stets deutlich hervor, ohne jedoch zu dominant zu erscheinen; zudem bilden sie mit Satomis Bass eine ideale Symbiose.

Steffanies Beitritt zur Gruppe hat dem Bandsound keinen Abbruch getan, ihre Stimme passte durchaus zur Musik und auch zu den alten Songs, jedoch ist es als Hörer schon eine deutliche Umstellung gewesen, nach so vielen Jahren an dieser Stelle nicht mehr Keikos Stimme zu vernehmen. Ähnlich verhielt es sich auch mit Yoshino.



Mitglieder Gesang: Keiko Terada
Gitarre: Miki „Sun-Go“ Igarashi
Bass: Satomi Senba
Drums: Miki „Mittan“ Tsunoda
Keyboard: Miki „Captain“ Nakamura
 
Ehemalige Mitglieder:
Gesang: Steffanie Borges (1991 – 1997)
Gesang: Yoshino (1997 - 1998)
Gitarre: Mitsuko Numata (1982 - 198?)



Diskographie Japan
Datum Titel Typ
27.09.2017 AURORA Album
27.09.2017 The Best Rocks Best of Album
06.12.2016 Return to ROCKMAYKAN DVD
24.08.2016 SHOW-YA BIG 30-THE BOX- Album
30.09.2015 Progress Album
27.05.2015 Glamorous Show II Album
25.02.2015 Glamorous Clips DVD, Blu-ray
22.10.2014 Glamorous Show ~ Japanese Legendary Rock Covers Album
30.04.2014 Rekidai Single Zenkyoku Hirou! Abaretaoshi GIG DVD
24.07.2013 V.S. Myself Single
16.01.2013 Hardest Rock Live-DVD
07.03.2012 Genuine Diamond Album
00.00.2007 Show-Ya Live 2006 DVD
00.00.2005 20th Anniversary Live DVD
30.09.2005 Show-Ya 20th Anniversary The Best Compilation
19.06.2002 Show-Ya Golden Best Compilation
21.02.1998 This my way EP
27.11.1996 Twin Best Compilation
15.05.1995 Touch the sun Album
21.06.1991 Show-Ya Greatest 1985 – 1990 Compilation
10.05.1991 Hard Way-Tour 1991 VHS
12.04.1991 Hard Way-Tour 1991 Live-Album
31.01.1991 Distance – On Their Way – 1990 in L.A. VHS
24.10.1990 Hard Way Album
05.09.1990 Gambling Single
29.08.1990 1990 Budokan – Reach for the world - VHS
25.04.1990 Sakebi VHS
07.03.1990 Sakebi Single
06.09.1989 Outerlimits Album
26.07.1989 Rollin' World VHS
07.06.1989 Watashi wa Arashi Single
01.02.1989 Genkai Lovers Single
10.12.1988 White Compilation
24.08.1988 Glamour Album
25.06.1988 Aisazu ni irarenai – Still be hangin' on - Single
25.05.1988 Turn Over Live-Album
05.11.1987 Immigration Album
26.10.1987 Kodoku no meiro (Labyrinth) Single
21.06.1987 Date Line VHS
25.05.1987 Mizu no naka no toubousha Single
04.02.1987 Trade Last Album
22.01.1987 Sono ato de koroshitai Single
03.09.1986 Ways Album
22.08.1986 One way heart Single
01.03.1986 Queendom Album
01.02.1986 Shidokenaku Emotion Single
06.09.1985 Masquerade Show Album
31.08.1985 Suteki ni dancing (Coke is it) Single
Autor:
Lektor: Regina Liebersbach /  Chimi-mimi
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 30.01.2012
Bildcopyright: SHOW-YA


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