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Crossfaith

Wer innovativen Metal sucht, ist hier genau richtig: In der kleinen Nische des Trancecore machen es sich gerade fünf Japaner gemütlich, die überall, wo sie hinkommen, mit ihrer Mischung aus aggressivem Metal und Elektro Begeisterungsstürme ernten.
Profil
Infobox

Art
Band, aktiv

Gründung
2006

Musikstil
Metal, Electronic

Offizielle Homepage
http://www.crossfaith.jp

Über die Anfänge von Crossfaith ist recht wenig bekannt – laut eigener Aussage wurde die Band 2006 in der aktuellen Besetzung mit Kenta als Sänger, Kazuki an der Gitarre, Hirko am Bass, Tatsuya hinter dem Schlagzeug und Terufumi als Zuständigem für Programming und Keyboard gegründet. Es dauerte jedoch zunächst eine Weile, bis sie Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten, was wohl auch damit zusammen hing, dass sie sich für ihre erste Veröffentlichung zwei Jahre Zeit ließen. Dafür war die 2008 selbstveröffentlichte EP „Blueprint of Reconstruction“ allerdings auch innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, sodass Crossfaith ohne Probleme ein Label für weitere Projekte fanden.

Bereits ein Jahr später, im April 2009, konnten sie unter Zestone Records ihr erstes Album „The Artificial Theory of the Dramatic Beauty“ herausbringen, das auch zwei der drei Songs ihrer ersten EP beinhaltete. So führten sie fort, was sich bereits bei „Blueprint of Reconstruction“ als Erfolgsgrezept erwiesen hatte, und experimentierten weiter mit einer Mischung aus Metal und Elektro. Diese Kombination namens „Trancecore“ wurde zwar im Ausland schon von Bands wie Enter Shikari vorangetrieben, war aber vollkommen neu für die japanische Metalszene. Wo genau die Jungs von Crossfaith ihre Inspiration hernahmen, ist nicht ganz klar, fest steht jedoch, dass sie überzeugend genug waren, um unmittelbar nach dem ersten Album eine ausgedehnte Japantour zu absolvieren. Noch im gleichen Herbst spielten sie bereits auf Japans größtem Metalfestival, dem „Loud Park“ – und damit war der Grundstein für die internationale Erfolgsgeschichte einer japanischen Metalband gelegt.

Während sie auf zahllosen Konzerten live überzeugten, machten sie sich nebenbei auch in Europa einen Namen, sodass „The Artificial Theory of the Dramatic Beauty“ schon im August 2010 von Gan-Shin in Deutschland veröffentlicht wurde. Während die Jungs ununterbrochen weiter durch Japan tourten und auch bereits in anderen asiatischen Ländern auftraten, fanden sie trotzdem die Zeit, sich einem weiteren Album zu widmen. 2011 konnte sich so die mittlerweile beachtliche Fangemeinde zunächst im April in Japan und dann im Juli auch in Europa über „The Dream, the Space“ freuen, mit dem Crossfaith ein Album mit stimmigem Gesamtkonzept abgaben, das aber in musikalischer Hinsicht noch ein paar Wünsche offen ließ.

Mittlerweile hatten Tragic Here Records die Band unter Vertrag genommen und sorgte für die internationale Vermarktung der fünf Japaner, u.a. in den USA. 2012 traten sie schließlich erstmals mit Enter Shikari in Japan auf und beehrten kurz darauf Großbritannien zusammen mit Of Mice & Men. In der Zwischenzeit hatten sie mit ihrem neuen Song „Monolith“ international für Furore gesorgt und nun wirklich sämtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Als dann im Juni endlich ihre neue EP „Zion“ herauskam, die von „Monolith“ eröffnet wurde, ernteten sie Begeisterungsstürme von allen Seiten. Verständlich, denn nie zuvor war die musikalische Mischung so stimmig gewesen!

Nachdem sie den Sommer 2012 wieder tourend in Asien verbrachten, kehren sie im Herbst für eine ausgedehnte Tour zurück nach Europa, in deren Verlauf sie unter anderem Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Besuch abstatten werden.


Musikstil Beim ersten Hinhören ist der Musikstil von Crossfaith sehr ungewohnt und schwer einzuordnen - die gekonnte Mischung aus solidem Metal und Elektro, die die fünf betreiben, nennt sich Trancecore und ist auch weltweit eher ein Nischenprodukt, das sich ab und zu immer mal wieder ins Bewusstsein der Metalhörenden drängt. Um genau zu sein ist Metalcore eine Art von Metal und Trancecore wiederum eine Unterart von Metalcore. Einer der bekannteren Vertreter dieses Genres ist die britische Gruppe Enter Shikari. Wie es sich gehört wird auch bei Crossfaith viel geschrien, Sänger Kenta ist mit seiner kraftvollen Stimme in den meisten Stücken sehr prominent vertreten. Dazu kommen schnelle, kraftvolle Schlagzeug- und harte Gitarrenparts, die das gängige Bild einer Metalcoreband abrunden – bis Terufumi sich mit Keyboard und Synthesizer dazwischendrängt und das Bild mit teils dominanten, teils subtilen Elektrosequenzen auf den Kopf stellt.

Mit ihrem Debut „The Artifical Theory for the Dramatic Beauty“ lieferten sie bereits ein stimmiges Ganzes ab, bei dem der Metalanteil zwar deutlich überwog, Terufumi sich u.a. aber an prominenter Stelle beim Intro, Zwischenspiel und Outro austoben durfte. In ihrem zweiten Album „The Dream, the Space“ bewegten Crossfaith sich in etwas futuristische, manchmal gar verträumte Gefilde und räumten dem elektronischen Teil in ihrer Musik etwas mehr Raum ein, jedoch bei Weitem noch nicht so viel wie andere Bands im gleichen Genre. Eine Ausnahme bildete die Coverversion des Electronic-Klassikers „Omen“ von The Prodigy, bei dem der Synthesizer mehr durchkam. Dass ausgerechnet dieses Stück auf der deutsche Version fehlte, sorgte vielfach für Enttäuschung. Mit „Monolith“, dem Eröffnungssong auf ihrer EP „Zion“, gingen sie den mit „Omen“ begonnenen Schritt endlich konsequent weiter und erreichten bei ihrer dritten Veröffentlichung einen Punkt der Verschmelzung aus Metalcore und Elektro, die nichts zu wünschen übrig lässt und alle Teile gleichermaßen zur Geltung bringt.



Mitglieder Gesang: Koie Kenta
Gitarre: Takemura Kazuki
Bass: Ikegawa Hiroki
Schlagzeug: Amano Tatsuya
Programming: Tamano Terufumi



Diskographie Japan
Datum Titel Typ
11.12.2018 Soul Seeker Digital Single
01.08.2018 EX_MACHINA Album
24.01.2018 Wipeout Single
02.08.2017 Freedom Single
02.08.2017 Crossfaith -LIVE IN JAPAN- AT MAKUHARI MESSE DVD
27.07.2016 NEW AGE WARRIORS Single
23.12.2015 Across The Future - The Beginning - Subete no Hajimari DVD
14.10.2015 Live In United Kingdom At London Koko DVD, Blu-ray
16.09.2015 Xeno Album
08.10.2014 Madness Single
07.08.2013 APOCALYZE Album
20.06.2012 Zion EP
20.04.2011 The Dream, the Space Album
01.04.2009 The Artifical Theory for the Dramatic Beauty Album
00.00.2008 Blueprint of Reconstruction EP

Europa
Datum Titel (Land) Typ
18.09.2015 Xeno (Europa) Album
19.08.2013 APOCALYZE (Europa) Album
29.07.2011 The Dream, the Space (Deutschland) Album
20.08.2010 The Artificial Theory for the Dramatic Beauty (Deutschland) Album

Sonstige Länder
Datum Titel (Land) Typ
18.09.2015 Xeno (USA) Album
20.08.2013 APOCALYZE (USA) Album
16.08.2013 APOCALYZE (Australien) Album
13.09.2011 The Dream, the Space (USA) Album
Autor: /  Whitey-chan
Lektor: Kathia Krüss
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 02.09.2012
Bildcopyright: Crossfaith


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