Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Andreas Neuenkirchen ist bekannt für seine Japanbücher, sowohl in Romanform wie auch als Reiseliteratur. Mit „Kawaii Mania“ hat er ganz frisch einen neuen Titel auf den Markt gebracht – und uns Rede und Antwort gestanden!

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Namie Amuro

Sängerin, Schauspielerin, Model, Werbeikone und alleinerziehende Mutter in Einem – das ist Namie Amuro. Als eine der erfolgreichsten japanischen Musikerinnen aller Zeiten ist das Multitalent seit mehr als zwanzig Jahren ein Vorbild für viele Frauen Japans.
Profil
Infobox

Art
Solokünstler, aufgelöst (2018)

Gründung
1992

Musikstil
Pop, HipHop, R'n'B, Dance, Electronic

Offizielle Homepage
http://namieamuro.jp/

Namie Amuro wurde am 20. September 1977 als Tochter eines Japaners und einer halbitalienischen Mutter auf Okinawa geboren. Mit vierzehn Jahren debütierte Amuro mit ihren Schulfreundinnen als Anführerin der Eurobeat-Gruppe „SUPER MONKEYS“, die ihren größten Erfolg 1995 mit der Cover-Single „TRY ME ~watashi wo shinjite~“ hatte. 
Nach einem Wechsel von Toshiba EMI zu dem damals noch kleinen Label Avex Trax, wurden die „SUPER MONKEYS“ zugunsten Amuros Solokarriere aufgelöst, die durch den Produzenten Tetsuya Komuro in kürzester Zeit äußerst erfolgreich aufgestellt wurde. So verkaufte Amuro ihre Werke bereits zu Beginn ihrer Solokarriere in Millionenauflage, wobei das Debütalbum „SWEET 19 BLUES“ von 1996 mit 3,3 Millionen verkauften Kopien und ihre bis heute erfolgreichste Single-Ballade „CAN YOU CELEBRATE?“ aus dem Jahre 1997 mit 2,7 Millionen Platten die bestverkaufte Single eines weiblichen Künstlers des Jahres in Japan werden sollte. 
 
Bis August 1997 hatte Amuro bereits 20 Millionen Platten verkauft, was einen der größten Erfolge in der japanischen Musikgeschichte darstellt.
Trotz ihres Erfolges zog die Musikerin Ende 1997 die Familie ihrer Karriere vor und pausierte aufgrund ihrer Hochzeit mit Tänzer SAM von der Pop/Techno-Gruppe TRF und ihrer Schwangerschaft mit dem gemeinsamen Sohn Haruto für ein Jahr von der Musikbranche. Da es sich hierbei um ein sogenanntes „Shotgun-Wedding“ handelte (einer Heirat, um uneheliche Schwangerschaften sozial akzeptabel zu stellen), stand Amuro lange im Fokus der Medien und wurde einerseits für ihre Entscheidung kritisiert, andererseits jedoch zu einer Vorreiterin dieses Phänomens innerhalb der japanischen Gesellschaft erklärt. 
 
Während ihrer Auszeit kam ein Reissue von „CAN YOU CELEBRATE?“ auf den Markt, welches erneut die Spitze der Charts erreichte, sowie ihr erstes Best Of-Album „181920“. Ihren letzten großen Auftritt vor ihrer Pause hatte sie beim Kouhaku Uta Gassen 1997, an dem sie in den folgenden Jahren ausnahmslos teilnehmen sollte. 
Wieder im Geschäft war Amuro im Dezember 1998 mit ihrer Single „I HAVE NEVER SEEN“, gefolgt von ihrer Single „RESPECT the POWER OF LOVE“, die im März 1999 erschien. 
 
Am Veröffentlichungstag traf Amuro jedoch ein schwerer Schicksalsschlag. Ihre Mutter, Emiko Taira, sowie ihr Stiefvater, wurden von einem Verwandten Amuros mehrfach mit dem Auto überfahren. Amuros Mutter erlitt starke Verletzungen, weshalb die Künstlerin sich erneut aus dem Musikbusiness zurückzog. 
Durch die Unterstützung ihrer Fans, entschied sie sich dazu, ihre Karriere fortzuführen und veröffentlichte noch im selben Jahr zwei weitere Singles. 
Hiermit legte sie den Grundstein ihres Genrewechsels vom Pop zum R&B hin. Gründe hierfür sind unter anderen sinkende Verkaufszahlen ihrer neueren Platten, allerdings auch der Durchbruch von Ayumi Hamasaki und Hikaru Utada zur Zeit ihrer Rückkehr ins Musikgeschäft.
 
Besiegelt wurde der Übergang zum R&B dadurch, dass Amuro und Produzent Komuro ihre Kooperation auf Eis legten und die Musikerin 2002 an dem Projekt Suite Chic mitwirkte. Seither hat sie mit bekannten Größen aus R&B und Hip-Hop, wie Verbal von m-Flo, Zeebra oder DJ Muro zusammengearbeitet und bis zur Auflösung des Projekts 2003 einige Veröffentlichungen in Kooperation herausgebracht. Diese waren jedoch niemals so erfolgreich wie Amuros Soloveröffentlichungen. 
Erst mit ihrer Double A-Side-Single „Girl Talk / The Speed Star“ erreichte Amuro im Oktober 2004 wieder den zweiten Platz der Oricon Charts und machte die Platte zu ihrer erfolgreichsten Veröffentlichung seit zwei Jahren. 
Dennoch schien Amuro den Verlust an Popularität nicht leicht wegzustecken, da die Künstlerin zum ersten Mal seit mehreren Jahren in Folge nicht beim Kouhaku Uta Gassen auftrat. 
 
2005 sollte sich das Blatt wenden. Amuro, die sich 2002 von SAM hat scheiden lassen, bekam das alleinige Sorgerecht für ihren Sohn Haruto zugesprochen, um das sie seit 2002 gekämpft hat.
Zudem wurde sie bei den MTV Video Music Awards Japan mit mehreren Preisen ausgezeichnet, wie „Best R&B Video“ oder „Most Impressive Performing Asian Artist“.
Außerdem brachte sie im Juli ihr sechstes Studioalbum „Queen of Hip-Pop“ auf den Markt. Hiermit gewann sie erneut an enormer Popularität und steigerte diese weiter durch ihren Song „Violet Sauce“, dem Theme-Song zum Film „Sin City“. 
So brach Amuro 2007 den Rekord „Best Solo Female Artist’s Record“ in Japan, indem sie mit ihrer Single „Baby Don’t Cry“ wieder in die Top 3 der Charts einstieg und seit dreizehn Jahren in Folge jedes Jahr mindestens eine Veröffentlichung in den Top Ten vorzuweisen hatte.
 
Ihr inzwischen drittes Best Of-Album und erstes Best Of seit dem Genrewechsel zum R&B, „Best Fiction“ Mitte 2008, erreichte Topverkaufszahlen mit mehr als 680.000 verkauften Platten in der ersten Woche und überstieg sogar eine Millionen in der dritten Woche. Hiermit wurde Amuro zur einzigen Künstlerin, die in drei Dekaden ihrer Aktivität Alben in Millionenauflage verkaufte. „Best Fiction“ hielt sich als einziges Album seit vierzehn Jahren für sechs Wochen auf Platz 1 der Oricon Charts und wurde zum besten Album des Jahres 2008 gewählt. Somit erreichte sie den Höhepunkt ihrer Karriere.
 
In ihrer Laufbahn hat Amuro oftmals mit diversen Künstlern zusammengearbeitet, dabei nicht nur aus dem R&B und Hip-Hop. Mit „Checkmate!“ kam im April 2011 ihr zweites Collaborationsalbum auf den Markt, auf dem Songs mit AI, Anna Tsuchiya, Yamapi, Kawabata Kaname und weiteren Künstlern zu hören waren.
2011 wurde sie durch die hohen Verkaufszahlen ihrer Platten zur besten Solokünstlerin des Jahres gewählt. 
 
Im Juli 2013 erschien „Feel“ als ihr elftes Studioalbum unter Dimension Point, einem neuen Sublabel von Avex Trax. Das Album war Amuros sechste Albumveröffentlichung, die in Folge auf Platz 1 der Oricon Charts gelandet ist. 
Ihr erstes Best Of-Album, das ausschließlich ihren größten Balladen gewidmet ist, erschien im Juni 2014 mit „Ballada“. Die Tracklist wurde von Amuros Fans bestimmt und enthält Re-Recordings ihrer Hits „Sweet 19 Blues“ sowie „Can You Celebrate?“.
 
Neues Terrain betrat die Künstlerin im April 2015. Das Album „Genic“ kam unabhängig von ihrem bisherigen Management, Vision Factory, auf den Markt, von dem die Künstlerin sich im Januar 2015 nach zweiundzwanzig Jahren Zusammenarbeit getrennt hatte. Für den Song „What I Did For Love“ arbeitete sie außerdem mit dem bekannten Musikproduzenten David Guetta zusammen. 
Zum Jahresende hin erschien ihre Midtempo-Single „Red Carpet“ und schloss das Jahr erfolgreich mit einer weiteren Top-Platzierung für die Künstlerin ab.
 
Namie Amuro ist seit ihrer Jugend außerdem als Model tätig und hat vor allem in den 90er-Jahren viele junge Frauen mit ihrem Stil beeinflusst. Auch schauspielerisch war sie in den 90er-Jahren aktiv und hat vor allem Rollen in TV-Serien gespielt und wurde zudem für Werbungen von Coca Cola oder Kosmetiklinien gebucht. 
 


Musikstil Zu Beginn ihrer Karriere hat Namie Amuro mit den SUPER MONKEYS einen Stil vertreten, der dem Pop zuzuordnen ist. Diesen Stil behielt sie in den ersten Jahren ihrer Solokarriere bei und bediente sich erstmals mit der Single „SOMETHING ‘BOUT THE KISS“ an R&B-Elementen. Der Genrewechsel wurde einerseits durch das folgende Album „Genius 2000“, welches eine Mischung aus Pop und R&B darstellte, allerdings ebenso durch ihre Kollaboration mit namenhaften R&B- und Hip Hop-Künstlern besiegelt. Mit dem Album „Queen of Hip-Pop“ wurde deutlich, dass sie zwar weiterhin mit ihrem Bild als Ikone des Pop assoziiert wurde, doch ihr Musikstil hatte sich stark verändert und sie performte teilweise einen Mix aus beiden Stilen. Ihr elftes Studioalbum „FEEL“ zeigte einen weiteren Wandel. Hier spielte Amuro eine Mischung aus EDM und R&B mit Dance-Pop- und House-Elementen, der ebenfalls auf „Genic“ weitergeführt wurde.






Diskographie Japan
Datum Titel Typ
29.08.2018 namie amuro Final Tour 2018 - Finally - DVD
15.08.2018 ALL TIME BEST - Amuro Namie Orgel Collection - Best of Album
02.05.2018 Original Tracks Vol.1 Album
23.02.2018 Relaxing Piano -Love Story Finally- Namie Amuro Collection Best of Album
08.11.2017 Finally Best of Album
31.05.2017 Just You and I Single
03.05.2017 namie amuro LIVE STYLE 2016-2017 DVD
16.11.2016 Dear Diary / Fighter Single
27.07.2016 Hero Single
18.05.2016 Mint Single
02.03.2016 namie amuro LIVEGENIC 2015-2016 DVD
02.12.2015 Red Carpet Single
10.06.2015 _genic Album
11.02.2015 namie amuro LIVE STYLE 2014 DVD
12.11.2014 BRIGHTER DAY Single
04.06.2014 Ballada Album
26.02.2014 namie amuro FEEL tour 2013 DVD
29.01.2014 TSUKI Single
16.10.2013 Neonlight Lipstick Digital Single
13.10.2013 Ballerina Digital Single
10.07.2013 Feel Album
29.05.2013 Contrail Digital Single
06.03.2013 Big Boys Cry / Beautiful Single
27.02.2013 namie amuro 5 Major Domes Tour 2012 ~20th Anniversary Best~ DVD
31.10.2012 Damage Digital Single
27.06.2012 Uncontrolled Album
21.03.2012 Go Round Digital Single
21.12.2011 namie amuro LIVE STYLE 2011 DVD
07.12.2011 Sit! Stay! Wait! Down! / Love Story Single
27.07.2011 NAKED / Fight Together / Tempest Single
27.04.2011 Checkmate! Album
15.12.2010 namie amuro PAST < FUTURE tour 2010 DVD
28.07.2010 Break It / Get Myself Back Single
16.12.2009 PAST < FUTURE Album
09.09.2009 namie amuro BEST FICTION TOUR 2008-2009 DVD
18.03.2009 WILD / Dr. Single
30.07.2008 BEST FICTION Album
12.03.2008 60s 70s 80s Single
27.02.2008 namie amuro PLAY tour 2007 DVD
27.06.2007 PLAY Album
04.04.2007 FUNKY TOWN Single
21.02.2007 namie amuro BEST tour „Live Style 2006“ DVD
24.01.2007 Baby Don’t Cry Single
17.05.2006 CAN’T SLEEP, CAN’T EAT, I’M SICK / Ningyo Single
15.03.2006 Space of Hip-Pop –namie amuro tour 2005– DVD
07.12.2005 FILMOGRAPHY 2001-2005 DVD
16.11.2005 White Light / Violet Sauce Single
13.07.2005 Queen of Hip-Pop Album
06.04.2005 WANT ME, WANT ME Single
08.12.2004 namie amuro tour 2001 break the rules DVD
14.10.2004 GIRL TALK / the SPEED STAR Single
23.09.2004 namie amuro SO CRAZY tour featuring BEST singles 2003-2004 DVD
22.07.2004 ALL FOR YOU Single
31.03.2004 181920 & films Album
17.03.2004 ALARM Single
28.01.2004 LOVE ENHANCED ♥ single collection Album
28.01.2004 181920 Album
10.12.2003 STYLE Album
19.11.2003 namie amuro tour 2001 break the rules Album
16.10.2003 SO CRAZY / Come Single
16.07.2003 Put ‘Em Up Single
05.03.2003 shine more Single
11.12.2002 BEST CLIPS DVD
11.09.2002 Wishing On The Same Star Single
13.03.2002 181920 films + filmography DVD
14.02.2002 I WILL Single
13.03.2002 LOVE ENHANCED ♥ single collection Album
27.12.2001 lovin’ it (NAMIE AMURO & VERBAL) Single
07.03.2001 filmography VHS, DVD
24.01.2001 think of me / no more tears Single
24.01.2001 no more tears Single
20.12.2000 break the rules Album
04.10.2000 PLEASE SMILE AGAIN Single
27.09.2000 Namie Amuro Concentration 20 Live in Tokyo Dome DVD
27.09.2000 181920 films DVD
27.09.2000 AMURO NAMIE FIRST ANNIVERSARY DVD
18.08.2000 NAMIE AMURO TOUR “GENIUS 2000” DVD
12.07.2000 NEVER END Single
01.01.2000 LOVE 2000 Single
26.01.2000 GENIUS 2000 Album
01.09.1999 SOMETHING ‘BOUT THE KISS Single
07.07.1999 toi et moi Single
17.03.1999 RESPECT the POWER OF LOVE Single
23.12.1998 I HAVE NEVER SEEN Single
01.07.1998 181920 films DVD
28.01.1998 181920 Album
25.12.1997 CAN YOU CELEBRATE? (Reissue) Single
03.12.1997 Namie Amuro Concentration 20 Live in Tokyo Dome VHS
27.11.1997 Dreaming I was dreaming Single
24.07.1997 Concentration 20 Album
21.05.1997 How to be a Girl Single
19.02.1997 CAN YOU CELEBRATE? Single
04.12.1996 AMURO NAMIE FIRST ANNIVERSARY VHS
27.11.1996 a walk in the park Single
30.09.1996 ORIGINAL TRACKS VOL.1 Album
21.08.1996 SWEET 19 BLUES Single
22.07.1996 SWEET 19 BLUES Album
05.06.1996 You’re my sunshine Single
13.03.1996 Don’t wanna cry Single
04.12.1995 Chase the Chance Single
25.10.1995 Body Feels EXIT Single
16.10.1995 DANCE TRACKS VOL.1 Album
24.07.1995 Stop the music Single
26.04.1995 Taiyou no SEASON Single
25.01.1995 TRY ME ~watashi wo shinjite~ Single
20.07.1994 PARADISE TRAIN Single
05.11.1993 Aishite Mascut Single
26.05.1993 DANCING JUNK Single
16.09.1992 Koi no Cute Beat / Mister U.S.A. Single
Autor: /  rio
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 02.01.2016
Bildcopyright: Namie Amuro


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