Profil
Maximum the Hormone wurde 1998 von der Schlagzeugerin Nao Kawakita, dem Sänger Daisuke-han, dem Gitarristen Sugi und dem Bassisten Key im Tokioter Vorort Hachioji gegründet. Zunächst sangen sie auf Englisch und auch der Bandname wurde noch in Romanji geschrieben. 1999, nach Veröffentlichung des ersten Albums „A.S.A. Crew“ bei dem Indie-Label SkyRecords, verließen allerdings Key und Sugi die Band. Sie wurden durch Naos Bruder Ryo –Gitarrist und Sänger– und Ue-Chang, an Gitarre und Bass, ersetzt. Von nun an schrieb Ryo (genannt Maximum the Ryokun) die japanischen Texte zu den Liedern und auch der Bandname tauchte zum ersten Mal in japanischer Schreibung auf. Natürlich teilt er sich den Gesang mit Daisuke – während letzterer für die Schreieinlagen und gerappten Stücke zuständig ist, singt Ryo die melodischeren Abschnitte. Die nächsten Jahre waren von harter Arbeit geprägt: Die vier gaben viele Konzerte und versorgten ihre wachsende Fangemeinde mit regelmäßigen Album- und Singleveröffentlichungen.
Ihr rasanter Aufstieg setzte 2004 mit dem Wechsel zu ihrem jetzigen Major-Label VAP ein, unter dem sie auch begannen regelmäßig auf Festivals zu spielen und fleißig durch Japan zu touren. Auf diese Weise –und mit ihrem ersten Major-Album „Rokkinpo Goroshi“– schufen sie sich eine immer größere Fangemeinde. Den japanweiten Durchbruch schafften sie 2006, als sie mit ihrer Single „Koi no Mega Lover“ das erste Mal in den Top Ten der Oricon-Charts platziert wurden. Von da an gab es kein Halten mehr für die vier: Ihre Singles „What’s up people?“ und „Zetsubou Billy“ lösten 2007 Nightmares Lieder als Opening und Ending von Death Note ab und „Akagi“ wurde das Ending für den gleichnamigen Anime. Daraufhin erreichte ihr Album „Buiiki Kaesu“ noch im gleichen Jahr direkt Platz 5 in den Oricon-Charts – ein Riesenerfolg!
Nachdem sie Japan praktisch im Sturm erobert hatten, wandten sich Maximum the Hormone dem Ausland zu: 2008 spielten sie erste Shows in den USA und Kanada als Supportband für Dropkick Murphys, sie unterstützten Enter Shikari in England und beglückten kurz darauf einige weitere europäische Länder, darunter auch Deutschland.
Auf die erfolgreichen Überseetouren folgte die erste Pause, die die vier gezwungenermaßen einlegten, weil Sänger Daisuke sich einer Kehlkopfoperation unterziehen musste. Nach mehreren Monaten ohne jegliche Aktivität legten sie direkt wieder los – mit einer Tour durch Japan, zu der sie „Bring Me to the Horizon“ und „Blessed by a Broken Heart“ als Support einluden. Kurz darauf, im November 2009, musste die schwangere Schlagzeugerin Nao ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auf Anraten der Ärzte legten Maximum the Hormone nach wenigen Monaten Aktivität ihre nächste Pause ein, die bis zur Geburt des Babys im Mai 2010 andauerte.
Danach ließen die vier es erst mal etwas ruhiger angehen und man hörte lange nichts von ihnen – bis im Februar 2011 die PVs zu ihren neuen Singles „Chiisana Kimo no Te“ und „maximum the hormone“ veröffentlicht wurden! Auf einmal ging es mit gewohntem Elan weiter: Im Frühjahr folgte eine Tour durch Japan und für den Sommer kündigten sie einen Auftritt auf dem Hellfest in Frankreich und eine darauf folgende Europatour an, die auch drei Stationen in Deutschland vorsah. Im März brachten sie außerdem ihr neues Minialbum „Greatest the Hits“ raus – mit den besten Liedern, die zwischen 2011 und 2011 entstanden waren, wie die Bandmitglieder verkündeten, worin sich der für Maximum the Hormone typische Humor äußert.
Überhaupt geben sich die vier ihrer großen Fangemeinde gegenüber immer sehr familiär und scheuen auch nicht davor zurück, diese mal so richtig hereinzulegen – wie zum Beispiel mit der Vorschau zu „Chiisana Kimi no Te“, die im typischen J-Pop-Stil gemacht wurde und im krassen Gegensatz zu dem üblichen Nu-Metal der Band stand. Gemeinsam amüsierten sie sich über die teilweise panischen Fanreaktionen: Waren Maximum the Hormone etwa zahm geworden? Die beruhigende Antwort kam mit der Veröffentlichung des gesamten Songs und erst einmal wird es genauso wild weitergehen wie bisher – man darf gespannt sein, was sie nach der Europatour vorhaben.
Musikstil
Punkrock, Nu-Metal, Trash-Metal, Fun Pop, Crazy Funk, Post-Hardcore, Scream – all diese Genre passen und dann doch wieder nicht, denn keine der üblichen Bezeichnungen erfassen die Musik der Band wirklich. Maximum the Hormone lassen sich nur schwer in eine Schublade stecken und das wollen sie auch gar nicht. Den vier Bandmitgliedern ist es laut eigener Aussage in erster Linie wichtig, Spaß bei der Musik zu haben und die auch ihren Fans zu vermitteln. Typisch sind allerdings die regelmäßigen Schreieinlagen der Sänger Daisuke und Ryo, manchmal sogar von Nao. Auch lassen sich Bands wie System of a Down oder Red Hot Chilli Peppers, die auf der offiziellen Homepage als Lieblingsbands der Mitglieder angegeben werden, durchaus als Einflüsse auf ihre eigenwillige Musik ausmachen. Ein weiteres Merkmal sind die scheinbar sinnlosen Texte oder Titel wie der Klassiker „Chu Chu Lovely Lovely Muni Muni Purin Purin Boron Nurururerorero“, die jedoch laut eigener Angabe der Band voller Sarkasmus und Metaphern sind.
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